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"Tatort" Milbertshofen: Bürger sauer

Milbertshofen? Fehlanzeige! Diese Szene spielt in Haidhausen...

Ankündigungen der beliebten Krimi-Serie bringen 11. Stadtbezirk in Verruf Milbertshofen

Im „Tatort“ selbst wurde es nicht thematisiert – dafür aber in nahezu jeder Vorankündigung für die beliebte Krimi-Reihe am Sonntag-Abend: Die Geschichte um ein von anderen Kindern verhöhntes Mädchen, das in einer Plattenbau-Siedlung einen Mord beobachtet hat, soll angeblich im „Problemviertel Milbertshofen“ gespielt haben, in der „Hartz-IV-Hochburg“ schlechthin. Im Film selbst gab es dafür zwar keine Anhaltspunkte – die Milbertshofener sind trotzdem sauer. Am Samstag stand ein Telefon nicht mehr still – das der Bezirksausschuss-Vorsitzenden: „Viele waren wirklich wütend“, sagt Antonie Thomsen. Sie versteht nicht, warum der BR den Mord unbedingt an einer „Billigtankstelle in Milbertshofen“ geschehen lassen musste. „Haben wir doch gar nicht“, sagt dazu eine BR-Sprecherin auf Nachfrage von Hallo München. „Von uns kommt das nicht.“ Wie immer sei es am Sonntag im Tatort um ein fiktives Viertel gegangen. „Wir halten die Szenerie stets allgemein, damit kein Viertel einen Stempel aufgedrückt bekommt“, heißt es aus der Pressestelle. Wie es zu der falschen Verbreitung kam, darüber herrscht Rätselraten. Das Paradoxe dabei: Keine einzige Szene wurde tatsächlich in Milbertshofen gedreht. Die Szenen stammen unter anderem aus Freimann, aus der Isarvorstadt, Unterföhring und aus dem Forstenrieder Park – die Billig-Tankstelle befindet sich in der Balanstraße in Haidhausen, der Hinterhof inklusive Wohnsiedlung in Berg am Laim. Antonie Thomsen ärgert sich, dass Milbertshofen jetzt schuldlos derart in Verruf geraten ist. „Gewalt und Kriminalität, Armut, Verwahrlosung – die zentralen Themen des Tatorts werden jetzt mit Milbertshofen assoziiert“, kritisiert sie, streitet dabei aber nicht ab, dass es durchaus Probleme im 11. Stadtbezirk gibt. Allerdings sei zu beachten, dass zum Bezirk nicht nur Milbertshofen, sondern auch der Harthof zähle – dort stehen besonders viele Wohnungen für sozial Schwache. Was die Medien geritten habe, Milbertshofen so zu verhöhnen – die BA-Vorsitzende meint: „Früher musste das Hasenbergl für alles Negative herhalten, jetzt halt Milbertshofen.“ Warum sie das ärgert, warum sie gern im Viertel leben, haben fünf Milbertshofener auf dieser Seite verraten. Tanja Bitterer Edith Paetzel, 84: „Ich wohne seit 52 Jahren in der Nietzschestraße in Milbertshofen. Auch wenn natürlich nicht mehr alles so ist, wie es mal: Ich lebe gerne hier, weil es alles gibt, was ich brauche.“ Ali Mohammed, 19: „Milbertshofen ist eigentlich eine sehr ruhige Gegend. Ich finde es nicht gut, dass das Viertel einen so schlechten Ruf hat und es ärgert mich, dass die Leute abfällige Bemerkungen darüber machen.“ Dragan Mikovic, 28: „Klar ist nicht alles gut hier. Aber Armut zum Beispiel herrscht nicht überall in Milbertshofen. Ich finde es sehr schade, das mein Viertel durch die falschen Berichte so in Verruf geraten ist.“ Battal Günay, 35: „Vorurteile gegenüber Milbertshofen gibt es auf jeden Fall. Aber in dem Teil des Viertels, in dem ich wohne, ist alles in Ordnung. Deswegen nerven mich die negativen Reaktionen schon manchmal.“ Anna Faber, 70: „Ich habe den Tatort gesehen, habe aber im Vorfel nichts von dem Missverständnis mitbekommen. Ich finde es schade, dass das Viertel so in Verruf gerät. Das muss nicht sein.“ Umfrage: ak

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