Die Sporthallen nehmen Gestalt an

Auf die gemeindlichen Hochhäuser der Ahornstraße blickt das Publikum in der Ringerhalle, dem westlichen Teil der Sportzentrumserweiterung. Foto: Bühring

Hinter dem Unterföhringer Sportzentrum an der Jahnstraße nimmt der Erweiterungsbau Gestalt an. Der Rohbau und das Dach sind errichtet und die verspiegelte Außenverkleidung sitzt. Jetzt beginnt der Innenausbau, so dass das Gebäude im ersten Halbjahr 2012 fertig und bespielbar sein wird. Das zumindest versprechen Bürgermeister Franz Schwarz und der Bauamtsleiter im Unterföhringer Rathaus, Lothar Kapfenberger.

Die Sporttreibenden in der Gemeinde wird es freuen, allen voran die Turner des TSV und die Ringer des SC Isaria. Sie bekommen endlich, wonach sie schon so lange rufen: eigene, nur für sie gedachte Hallen, in denen ihr Arbeitszeug auch mal liegen bleiben kann. Geduld war gefragt bei dem Projekt, das schon anno 2002 geplant, dann aber wegen der Finanzkrise vorübergehend eingefroren worden war. Erst 2007 beschloss der Gemeinderat, die Planungen wieder aufzunehmen. Er entschied sich zum Bau von zwei großzügigen Spezialhallen mit Zuschauertribünen für TSV und SC Isaria, so dass die Dreifachturnhalle künftig für den übrigen Breitensport verstärkt zur Verfügung stehen könne. Erneut Geduld gefragt Im Herbst 2009 wurde der erste Spatenstich gefeiert. Und auch wenn im Rathaus alles getan wurde, jetzt flott durch das Verfahren zu kommen, mussten die Beteiligten doch wieder Geduld haben: Der zweitplatzierte Anbieter für die Rohbauarbeiten hatte Einwendungen gegen die Auswahl des Erstplatzierten und strengte mit einer Rüge ein Nachprüfungsverfahren durch die Regierung von Oberbayern an. Nach knapp fünf Monaten und nur acht Tage vor Ablauf der Begründungsfrist wurde die Rüge zurückgezogen. Neben dem zeitlichen ist der Gemeinde auch ein finanzieller Schaden „im sechsstelligen Bereich“ entstanden, heißt es aus dem Rathaus. Richtfest Im August 2010 konnte die Rohbaufirma endlich ihre Arbeit aufnehmen. Ein Jahr später, in diesem August, wurde nun das Richtfest gefeiert. Schon jetzt ist das knapp 4400 Quadratmeter große Gebäude beeindruckend anzusehen. Die Geräteturnhalle mit ihren gut 1500 Quadratmetern soll nicht nur dem Training, sondern auch Wettkämpfen dienen, genauso wie die rund 730 Quadratmeter große Ringerhalle. Zugänglich sind beide über das Foyer des alten Sportzentrums. Wenn das Haus fertig ist, soll es 17,5 Millionen Euro gekostet haben. Diese Summe hat der Gemeinderat mit einem Deckel versehen, der auf dem „Topf“ zu bleiben hat. Wieder hakt es Im Moment hakt es allerdings an anderer Stelle: Im Ausschreibungsverfahren für die Sportgeräte gab es wieder eine Einwendung, hier wird die Gemeinde neu ausschreiben. „Das führt nur zu einer kleinen Verzögerung von zwei bis vier Wochen“, meint Bauamtsleiter Lothar Kapfenberger. Im Zuge der Europäisierung seien eben die Vorschriften auslegungsfähiger geworden, die Rügen und Einwendungen im Ausschreibungsverfahren nähmen im Schnitt gesehen und unabhängig von den Projekten einfach zu. Kerstin Bühring

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