Güterzug in München entgleist

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Doppeltes Hindernis

Parken in Freimann: Situation an der Wohlfahrtstraße ärgert Fußgänger und Autofahrer

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Wird hier künftig vollständig auf dem Gehweg geparkt?

Kein Durchkommen – weder auf den Straßen noch auf den Fußwegen. Die Lage auf der Wohlfahrtstraße ist vielen Anwohnern und auch dem BA ein Dorn im Auge. Wie man jetzt dagegen vorgehen will...

Freimann – Seit Jahren parken Anwohner der Wohlfahrtsstraße ihre Autos halbseitig auf dem Bürgersteig. Legal ist das nicht. Geahndet wurde es aber auch nicht. Bisher. Denn Anfang des Jahres fotografierte ein Passant die Falschparker und schickte die Aufnahmen der Polizei, was eine Knöllchenwelle auslöste. Nun beschäftigte sich der Bezirksausschuss Schwabing-Freimann mit dem Thema – mit reichlich Besuch von Anwohnern der Wohlfahrtstraße.

Der Tenor eindeutig: Ausgiebiger Applaus für jene Lokalpolitiker, die sich für Parken auf dem Bürgersteig aussprachen. Als sich Dietrich Keitel (SPD) zu Wort meldet und sich kritisch positioniert, erhält er nur vereinzeltes, dafür aber demonstrativ lautes, Klatschen. Am Ende siegte mit wenigen Gegenstimmen aber doch die Meinung der Masse.

Nun soll die Stadt prüfen, ob die Legalisierung des Gehwegparkens möglich ist. Keitel ist mit dem Ausgang unzufrieden: „Langfristig möchte man in München den Pkw-Verkehr reduzieren. Nun wiegt man Autos über Fußgänger?“

Kein Durchkommen an der Wohlfahrtsstraße – das gilt sowohl für Fußgänger als auch den Verkehr.

Nele Jülch ist Anwohnerin der Wohlfahrtsstraße: „Die Sache ist ein Luxusproblem. Wenn viele Haushalte zwei oder drei Autos haben, soll dann die Stadt für Parkraum sorgen?“ Zudem seien manche Bewohner abhängig von einem breiten Gehsteig, wie ihre sehbehinderte Nachbarin.

Verena Gäßler gehört auch zur Nachbarschaft. Sie findet, dass das Parken auf dem Gehsteig legalisiert werden soll: „Diese Gewohnheit hat Jahrzehnte lang wunderbar funktioniert. Ein einseitiges Parkverbot würde die ohnehin geringe Anzahl an Parkplätzen weiter reduzieren.“

Häufig parken auch Besucher des Metropoltheaters in der Straße. Regisseur Thomas Flach ist verärgert: „Wir fordern unsere Zuschauer am Telefon, im Internet und durch Aushänge im Theater auf, mit den Öffentlichen zu kommen. Aber wir wären naiv, wenn wir davon ausgehen würden, dass keine Zuschauer in der Wohlfahrtsstraße parken.“

Die Entscheidung liegt nun beim Kreisverwaltungsreferat. Sprecher Johannes Mayer: „Nach behördlicher Legalisierung sollte für Fußgänger eine Durchgangsbreite von 1,60 Metern verbleiben. Die örtlichen Gegebenheiten lassen das aber nicht zu.“ Auch wenn Mayer betont, dass eine abschließende Entscheidung noch ausstehe, dürfte entgegen des BA-Wunsches doppelseitiges Parken auch künftig verboten bleiben.

Daniel Schubert

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