Ermittlungen laufen

Party eskaliert: Polizeibeamter wird mit Glas beworfen – und schwer verletzt

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Ein feucht-fröhliches Vergnügen endete in einer aggressiven Auseinandersetzung mit der Polizei.

Weil die Musik den umliegenden Anwohnern zu laut war, alarmierten sie die Polizei, um eine Party in ihrem Wohnanwesen zu beenden. Doch der Einsatz nahm eine blutige Wendung...

Freimann – Laute Musik, jede Menge Alkohol und gute Laune: In einem Innenhof im Münchner Norden wurde am Wochenende ausgiebig gefeiert – zum Ärger einiger Anwohner. Diese alarmierten gegen Mitternacht die Polizei, um dem Krach vor ihrer Haustür ein Ende zu bereiten.

Zum Zeitpunkt des Eintreffen der ersten Streifen mussten sich rund 20 feiernde Personen vor dem betroffenen Wohnanwesen befunden haben. Eigentlich ein Routine-Einsatz für die Beamten.

Gewalt gegen Polizeibeamte - Statistik 2018

Die neueste Statistik zeigt: Nie gab es in Bayern mehr Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte wie 2018: 7689! Im Vorjahr waren es "nur" 7334 Fälle. © picture alliance/dpa
Alleine in München gab es 2018 1333 Fälle. Zum Vergleich: 2016 waren es 1376 Fälle, 2011 sogar 1449. © picture alliance/dpa
Die Zahlen für München in der Übersicht. Erschreckend: 473 Mal kam es zu tätlichen Angriffen, weitere 59 Mal sogar zu gefährlichen oder schweren Körperverletzungen. © 
Mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen standen unter Alkoholeinfluss: 58,8 Prozent.  © picture alliance/dpa
Nur ein Zufall: Ebenfalls genau 58,8 Prozent der Tatverdächtigen waren deutscher Staatsangehörigkeit. 85,6 Prozent der Täter sind zudem männlich, 92,9 Prozent älter als 18 Jahre. © picture alliance / dpa
Der unbescholtene Bürger greift eher selten Polizisten an. 84,9 Prozent derjenigen, die gegenüber Beamten gewalttätig wurden, waren polizeibekannt. © dpa

Doch plötzlich wurde von einer bisher unbekannten Person aus der Menge heraus ein Glas geworfen. Es traf einen der anwesenden Einsatzkräfte, einen 30-jährigen Polizeibeamten, mit voller Wucht am Kopf. Er erlitt eine Platzwunde und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. 

Beamte forderten Unterstützung an

Durch weitere Streifen und Unterstützungskräfte wurden anschließend die Personalien aller Anwesenden aufgenommen. Vorläufig wurden drei Tatverdächtige festgenommen. Sie wurden nach ersten polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. 

Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie Landfriedensbruch werden durch das Kommissariat 25 geführt.

Polizei München/reb

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