Raser-Alarm in Feldmoching

Gefährliche Kreuzung: Um die Lerchenauer Straße an der Ecke Ponkratzstraße sicher überqueren zu können, fordern Eltern einen Überweg. Foto: Bitterer

Kinder in Gefahr: Besorgte Eltern fordern Ampel – Stadt prüft Möglichkeiten

Feldmoching Jessica Paterno reicht es: Sie will nicht nur, wie viele andere Mütter im Wohngebiet an der Lerchenauer Straße, klagen – sie handelt jetzt: Weil die Kreuzung an der Lerchenauer Straße/Pongratzstraße in Feldmoching brandgefährlich ist, hat sie einen Brief an Oberbürgermeister Christian Ude geschrieben. Darin fordert sie, endlich einen Überweg zu installieren. „Alleine kann ein Kind diese Kreuzung nicht überqueren. Wir Eltern haben Angst“, sagt die 31-Jährige. Das Problem ist nicht neu – doch Jessica Paterno hat das Gefühl, „dass es immer schlimmer wird“. Trotz Zone 30 würden immer mehr Autofahrer die Lerchenauer Straße entlang rasen – obwohl sich dort Kindergarten und Grundschule befinden. „An die Geschwindigkeitsbegrenzung hält sich kaum jemand“, klagt die Mutter. Zwar seien ihre Kinder noch nicht in dem Alter, in dem sie alleine losmarschieren würden – wenn ihre Älteste, Chiara, aber in zwei Jahren in die Schule kommt, „will ich nicht immer mitgehen müssen, aus Angst, dass mein Kind sonst überfahren wird“. Doch auch Erwachsene hätten an der Gefahrenstelle ihre Probleme, merkt Nachbarin Ines Lentner an. Wenn sie mit ihren Töchtern Lea und Lara im Kinderwagen unterwegs ist, muss sie das Gefährt immer ein Stück auf die Straße schieben, um überhaupt sehen zu können, ob ein Auto kommt oder nicht – parkende Fahrzeuge und Büsche behindern die Sicht. „Eigentlich vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht kracht“, sagt die 38-Jährige. An die tägliche Huperei und die Bremsgeräusche habe sie sich schon gewöhnt... Eigentlich haben die Frauen gehofft, dass sich durch die Errichtung zahlreicher Neubauten an der Lerchenauer Straße endlich etwas verändere – schließlich seien dort auch viele Familien mit Kindern eingezogen. Doch die Kreuzung blieb bislang unberührt – und somit weiterhin gefährlich. Jessica Paterno und ihr Mann Francesco wollen das nicht länger hinnehmen – zwar habe die Stadt zugesichert, die Situation zu überprüfen. „Doch ob das etwas bringt, weiß ich nicht“, sagt der 36-Jährige. Deswegen will seine Frau zusammen mit ihrer Freundin Ines Lentner und ihrer Schwester Isabel jetzt Unterschriften sammeln – für eine Ampel oder zumindest für einen Zebrastreifen. „Wir brauchen eine Lösung. Unseren Kindern zuliebe“, sagt die Feldmochingerin. Schließlich sollen ihre beiden Mädchen Chiara, Luisa und Sohn Luca sowie all die anderen Kinder aus der Siedlung einmal sicher in die Schule gehen können – ohne dass ihre Eltern in ständiger Angst sind, dass ihnen auf dem Weg dorthin etwas passiert... Tanja Bitterer

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