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Polizei nach Hitlergruß zum Olympiazentrum gerufen ‒ dort kommt es zu brenzligen Szenen zwischen Vater und Sohn

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Von: Kristina Beck

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Polizei ist mit Blaulicht in der Nacht auf einer Straßen unterwegs.
Die Polizei sucht Zeugen, die eine Raub auf ein Wettbüro in Fürstenried beobachtet haben. (Symbolbild) © dpa/Patrick Seeger

Die Polizei München rückt aus, weil ein Mann den Hitlergruß zeigte. Bei einer Kontrolle geraten die Polizisten unerwartet in eine Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn.

Am späten Sonntagabend wurde der polizeiliche Notruf 110 verständigt, weil an der U-Bahn-Station „Olympiazentrum“ ein Mann den verbotenen Hitlergruß gezeigt haben soll. Vor Ort trafen die Polizeibeamten am Bahnsteig auf eine Personengruppe und unterziehen sie einer Kontrolle.

Ein 25-Jähriger reagierte hierauf aggressiv und wollte sich nicht ausweisen. Außerdem filmte er die Situation mit seinem Mobiltelefon. Da sich auch dessen Begleiter zunehmend aggressiv verhielt, wurden weitere polizeiliche Einsatzkräfte nachgefordert.

Gerangel in der U-Bahn-Station: Sohn greift Vater an

Als ein 56-Jähriger aus der Personengruppe versuchte, seinen 25-jährigen Sohn zu beruhigen, schlug dieser nach ihm. Nachdem es den Polizisten nicht gelungen war, die beiden zu trennen, und die Angriffe gegen seinen Vater nicht aufgehört hatten, wurde er von den Einsatzkräften fixiert. Dagegen hat er sich vehement gewehrt.

Zeitgleich versuchte der 56-Jährige, die Maßnahmen der Polizeibeamten zumindest zu stören und seinen Sohn wegzuziehen. Der Vater schlug daraufhin gegen den Kopf seines Sohnes, woraufhin auch er fixiert wurde. Ein Polizeibeamter wurde bei der Auseinandersetzung verletzt.

59-Jähriger wegen verbotenem Hitlergruß festgenommen

Wie sich letztendlich herausstellte, soll zuvor ein 59-jähriger Mann dieser Gruppe am Nordeingang der U-Bahn-Station den verbotenen Hitlergruß gezeigt haben. Er wurde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen noch vor Ort vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Das Mobiltelefon des 25-Jährigen wurde als Beweismittel sichergestellt. Anschließend wurden er und sein Vater von einer nahegelegenen Polizeiinspektion aus entlassen. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Münchner Kriminalpolizei geführt.

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