Wirrwarr um angebliche Pläne des FC Bayern

Eine Moschee an der Arena?

Große Aufregung um den FC Bayern München – nicht nur wegen des Champions-League-Finales: Zahlreiche Internet-Portale berichten über angebliche Pläne des Vereins, auf dem Terrain der Allianz Arena in Fröttmaning eine eigene Moschee zu errichten – samt Vorbeter und Bibliothek.

Kann da etwas dran sein? Die Online-Berichterstattung bezieht sich unter anderem auf ein türkisches Nachrichtenportal und die islamischen Netzseiten „Ahlul Bayt News Agency“ und „Onislam.net“. Der Plan des Deutschen Meisters fuße auf einem Antrag des zum Islam konvertierten Bayern-Stars Franck Ribery. Sogar über die Finanzierung wollen die Portale Bescheid wissen: Der Verein selbst trage 85 Prozent der Kosten, der Rest werde durch Spieler und Fans finanziert. Selbst im Stadtrat schlug das Thema jetzt Wellen. In einem Antrag an OB Christian Ude wurde erfragt, ob der Stadt die Pläne des FC Bayern bekannt, und ob denn etwa auch Minarette vorgesehen seien?

Bei allen Details, über die da seit Tagen online berichtet wird, fällt allerdings eines auf: Um eine offizielle Bestätigung seitens des Vereins hat sich offenbar niemand bemüht. Aus gutem Grund – denn auf Hallo-Nachfrage bestätigte die Pressestelle zwar, von den Gerüchten zu wissen, dementierte deren Wahrheitsgehalt aber umgehend: „Weder haben wir irgendwelche Pläne in diese Richtung, noch wissen wir, wer Derartiges in Umlauf gebracht hat.“ 

M. Litzlbauer

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