Anwohner sind genervt

Olympiapark: „Jedes Jahr wird es lauter“

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Susanne Spanier kämpft mit ihren Nachbarn gegen den Lärm.

Die Eventsaison im Olympiapark startet wieder. Aber nicht alle Münchner freuen sich darüber – die Anwohner wiederholen jetzt ihren Protest.

Olympiapark – Menschenmassen, Müll, Lärm und blockierte Parkplätze – die einen feiern, die anderen leiden. Die Anwohner des Olympiaparks fühlen sich durch die mehrwöchige Veranstaltungssaison massiv gestört.

Anwohner erwarten Antworten

Schon letztes Jahr haben Susanne Spanier und ihre Nachbarschaft Forderungen an die Stadtverwaltung und die Olympiapark GmbH gestellt, um die Situation erträglicher zu gestalten. Nun stellten sie eine weitere Anfrage, in der sie Antworten auf die Frage erwarten, was konkret getan wird.

Autos parken die Gehwege zu.

Denn egal ob „Theatron“, „Tollwood“ oder „Sommernachtstraum“: die Musik dringe bis in die Wohnungen, der Müll türme sich außerhalb der Mülleimer und die Bewohner fühlen sich von den rücksichtslosen Besuchern gestört, die mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren, mit Autos dort parken oder Anwohnerparkplätze blockieren. Als Folge leiden die Bewohner unter schlaflosen Nächten. „Jedes Jahr wird es lauter“, klagt Spanier.

Wie KVR-Sprecher Alexander Stumpf erklärt, werden die angrenzenden Wohngebiete gesperrt und die Sperren von der Polizei überwacht, um den Parksuchverkehr zu unterbinden. Insbesondere zum Lärm gebe es Auflagen, deren Einhaltung regelmäßig kontrolliert und Verstöße gegebenenfalls sanktioniert würden.

„Man darf nicht vergessen, dass wir auch ein Veranstaltungspark sind.“

Laut Tobias Kohler, Sprecher des Olympiaparks, sei die Musikanlage technisch eingeschränkt worden, so dass sie nicht lauter eingestellt werden könne, als es im Auflagenbescheid der Stadt vorgegeben ist. Je nach Wind­richtung könne es tagsüber zu gewissen Beeinträchtigungen kommen: „Man darf nicht vergessen, dass wir auch ein Veranstaltungspark sind.“

Beschwert haben sich die Anwohner auch über die Event-Bar „Saluti de Capri“, die mit Öffnungszeiten bis 3 Uhr wirbt. Laut Stumpf sei der Betrieb 2018 bis 23 Uhr gestattet gewesen. Das sei auch in 2019 geplant. Kohler erklärt: „Der Musikbetrieb unterschiedet sich von den allgemeinen Öffnungszeiten. Je nach Tag und Uhrzeit gelten unterschiedliche Lautstärken, spät abends ist nur noch Hintergrundmusik erlaubt.“Tim Pohl/Andreas Daschner

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