Schulcampus Unterföhring

Streit um das Gymnasium in Unterföhring

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Das Gymnasium in Unterföhring soll nun von Anfang an die Erweiterung bekommen (roter Kreis), die eigentlich als Option für die Zukunft gedacht war.

Unterföhring: Gemeinderat entscheidet sich knapp für größere Variante des Schulcampus.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) voller Stolz die Pläne für den neuen Schulcampus präsentierte. Es dauerte nicht lange, bis sich Ärger dazugesellte. In der Frage um die Größe des neuen Gymnasiums war sich der Gemeinderat uneinig.

Gegen Kemmelmeyers ausdrücklichen Wunsch bleibt es nicht bei der geplanten, vierzügigen Ausrichtung für 1000 Schüler. Stattdessen wird der Campus von Beginn an mit einer Erweiterung gebaut, die eigentlich als Option für die Zukunft gedacht war. Die Schule kann dann 2020 im G9, mit fünf Zügen und für 1500 Schüler starten.

Tatsächlich steht im Schulbedarfsplan, dass Unterföhring aufgrund der wachsenden Einwohnerzahlen bis zum Jahr 2035 ein Gymnasium für 1600 Schüler benötigt. Doch die entscheidende Zahl in diesem Satz ist für Kemmelmeyer die 2035 und nicht die 1600. Denn jeder Schulplatz, der in Unterföhring geschaffen wird, bleibt natürlich nicht unbesetzt, bis vor Ort der Bedarf steigt. „Ich bin Bürgermeister für Unterföhring und nicht für München. Die Stadt muss sich selbst Gedanken machen, wie sie ihre Schüler unterbringt“, sagte Kemmelmeyer – und wurde überstimmt.

CSU, SPD und Grüne setzten sich mit 14:10 Stimmen für die Erweiterung durch. „Ein Gymnasium wird für den Raum gebaut, in dem wir leben“, erklärte Thomas Weingärtner (SPD). Nach den bisherigen Plänen sollten rund zwei Drittel der Gymnasiasten aus Unterföhring kommen.

Wie teuer das große Projekt letztendlich werden wird, steht noch nicht fest. Kommende Woche sollten die Architekten ihre Schätzung vorstellen. Nun wird neu geplant.
mh

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