Bodenpreise eingefroren

Oberbürgermeister Dieter Reiter zieht die Bremse gegen drohende Spekulationen

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Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Der Bezirksausschuss ist von dem Vorstoß überrascht: „Da gibt es noch Gesprächsbedarf.“

Münchens Ort der größten Fantasie liegt im Norden, zumindest wenn es um Stadt­entwicklung geht. Wie genau die Zukunft der Standorte nördlich der Fasanerie sowie östlich der Siedlung Ludwigsfeld aussehen soll, ist noch unklar. Doch dass dort etwas geschehen wird, steht außer Frage. Und damit die Bodenpreise bis zu diesem Zeitpunkt durch Spekulanten nicht explodieren, friert Oberbürgermeister Dieter Reiter sie mit sofortiger Wirkung ein.

„Der Bodenwert nimmt zwar an der konjunkturellen Entwicklung teil, planungsbedingte Wertsteigerungen werden jedoch ausgeschlossen und damit verbundene Spekulation eingedämmt“, erklärt Planungsreferat-Sprecher Thorsten Vogel die Auswirkungen der angekündigten „vorbereitenden Untersuchungen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme im Münchner Norden“. Den eigenen Charakter soll Feldmoching behalten. „Die Bedeutung als wesentliche Grünversorgung für die Stadt soll erhalten bleiben, die Belange des Natur- und Artenschutzes und der Landwirtschaft spielen eine gewichtige Rolle“, teilt das Planungsreferat mit.

Im Bezirk gibt es durchaus Verwunderung über den Schritt des Oberbürgermeisters, über den zuvor niemand in Kenntnis gesetzt wurde. „Eine solche Entwicklungsmaßnahme ist Chance und Risiko zugleich“, erklärt Markus Auerbach als Vorsitzender des Bezirksausschusses Feldmoching-Hasenbergl. Vor allem die von Dieter Reiter genannten Flächen verwundern ihn: „Viele davon sind Landschaftsschutzgebiet. Ich verstehe auch nicht, warum der Eggarten nicht Teil der Planung ist. Da gibt es noch Gesprächsbedarf.“
mh

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