Eine Ode an München – die schönsten Viertel-Verse

Nostalgische Erinnerungen: „Noch einmal Moosach seng"

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"Noch einmal Moosach sehen" ist der Titel des München-Songs der "Black Bottom Skiffle Group".

Sie kommen aus Giesing, dem Harras oder Hasenbergl: Künstler, die ihre Stadtviertel in Songs verwandelten. In Moosach: Hansjörg Rossa von der „Black Bottom Skiffle Group". 

Eigentlich stammt Hansjörg Rossa ja aus der Oberpfalz - doch seit den 70er Jahren ist er ein waschechter Moosacher. Und seitdem hat er auch eine große Leidenschaft: Seine Band, die „Black Bottom Skiffle Group". Aus einer Bierlaune heraus hatten sich damals fünf Musiker zusammengefunden, um gemeinsam „Skiffle-Musik" zu machen. Wie es typisch für diese Stilrichtung ist, griffen die Musiker dabei auch auf unkonventionelle Instrumente zurück: Mit einem Waschbrett wurde genauso Musik gemacht wie mit einem Kazoo - ein kleines Membranophon, durch das die eigene Stimme verändert wird. 

„Wir sind durch die Kleinkunstszene getingelt", erinnert sich Rossa. „Als Gage gab es Freigetränke." Es waren schöne Zeiten, an die er gerne zurück denkt. Im Laufe der Zeit hat sich das Repertoire der Band erweitert, auch Musikrichtungen wie Jazz, Country und Bluegrass griffen die Musiker auf. 

„Falle unserer Songs haben wir selber geschrieben", erklärt Rossa. So auch das Stück "Noch einmal Moosach sehen", das schon vor vielen Jahren entstanden ist und voller nostalgischer Erinnerungen steckt: In dem Text singt die Band von Kartenspielen im ehemaligen Gasthaus Spiegl, von Frühmessen in der Kirche, aber auch von Shopping-Erlebnissen im Einkaufszentrum. Das Fazit im Refrain eindeutig: „Für mi war Moosach immer wunder-, wunderschön."

Weil die Gruppe außerdem sehr oft in Schwabing aufgetreten ist, wird in dem Lied auch das dortige Lebensgefühl thematisiert. Und eines darf bei einem München Song natürlich nicht fehlen: Die Wiesn. „Ich bin ein permanenter Wiesn-Gänger", erzählt Hansjörg Rossa. Der Anstich, das Tanzen auf den Bierbänken, die Aussicht von der Bavaria oder die berühmten Vorführungen beim Schichtl lassen für ihn nur ein Fazit zu:  „Deswegen wern mia heid Omd auf'd Wiesn gehn."

Auch wenn das Lied schon vor Jahren entstanden ist, hat es die Band immer noch im Repertoire. Inzwischen hat sich die Besetzung immer mal wieder verändert, ein paar Auftritte stehen aber jedes Jahr noch an. Die Musiker spielen zum Beispiel bei den Musiknächten in Moosach und im Westend. 

cla

Birnbaum in der Au (Volkslied)

Rap ans Westend (M1KO)

Donnersberger Brückn: Was Astors Herz zum Wackeln bringt (Willy Astor)

Von Rimini geht's nach Sendling (No Goods)

Funk aus München Nord (Blumentopf)

Schickeria: Schwabings helle und dunkle Seiten (Spider Murphy Gang)

Schwabing-Lied: Eine Liebeserklärung an Schwabing (Lale Andersen)

Schwabing (Lea-Won)

Neuhausen in Bewegung: Lauter Liebeserklärungen an Neuhausen (Wolfgang Baumann)

Mir san Aubinger (Helmut Pfundstein)

Stolz der Au (Biermösl Blosn) 

Berg am Laim (Roland Hefter)

Kathi vo Obergiasing (Bettina van Haken)

We are Gräfelfing (Claudia Kuzee-Bauer)

Sendling70 (MC Harras)

Giasing: dreckad und oid (Bernie Maisberger)

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