Neujahrsempfang in Unterföhring

Grü

ß Gott, Herr Pfarrer!: Auch wenn immer noch nicht geklärt ist, ob Unterföhring seinen katholischen Pfarrer künftig vielleicht mit Ismaning teilen muss, so hat es immerhin den Standortvorteil: Seit dem 1. Januar ist Markus Brunner offiziell Pfarrer in Unterföhring, demnächst wird er aus München in die Dienstwohnung im Pfarrzentrum ziehen. Brunner hatte schon einige Auftritte in Unterföhring, beim Neujahrsempfang des Pfarrgemeinderats am Sonntag wurde er offiziell willkommen geheißen. Traditionell dankt der Pfarrgemeinderat mit dem Neujahrsempfang den Ehrenamtlichen in Vereinen und Organisationen für ihren Einsatz. Unterföhring wachse, sagte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Axel Gottwald, und so komme es für die Qualität des Zusammenlebens auch weiterhin maßgeblich auf das vielfältige ehrenamtliche Engagement seiner Bürger an. In der Frage der Neuordnung der pastoralen Struktur, die eine Zusammenlegung der Pfarreien von Ismaning und Unterföhring diskutiert, hoffe er auf ein Einsehen der Diözese, meinte Bürgermeister Franz Schwarz. „Bei über 9000 Einwohnern gehört es sich, eine eigene Pfarrei zu haben.“ Angesichts der Finanzkrise forderte Bürgermeister Schwarz von den Firmen und ihren Managern, das Halten eines guten Niveaus nicht länger als „Verlust“ zu bezeichnen. „Mit einem guten Niveau kann man zufrieden sein, es muss nicht immer mehr, höher, weiter sein.“ Auch privat solle das gelten. Pfarrer Brunner nutzte die Gelegenheit, sich ausführlich mit den Vereinsvertretern bekannt zu machen. Der 37-Jährige wurde in Bamberg geboren, studierte Theologie in München, Paris und Rom, wo er ein Aufbaustudium in Kirchenrecht absolvierte und zum Priester geweiht wurde. Während seiner römischen Studienzeit leistete er ein Diakonatsjahr in Landshut, 1999 wurde er dann für zwei Jahre Kaplan in Bad Aibling. Im Jahr 2001 begann Brunner mit seiner Promotion im Kirchenrecht, gleichzeitig war er in München stellvertretender Direktor (Subregent) im Herzoglichen Georgianum, einem internationalen Priesterseminar. Seit 2004 war er im kirchlichen Ehegericht für die Annullierung von Ehen zuständig, sein Amt als beisitzender Richter am kirchlichen Arbeitsgericht wird ihm neben der Unterföhringer Pfarrei erhalten bleiben. Bis Ende 2008 arbeitete Pfarrer Brunner außerdem in Gottesdiensten und bei der Seelsorge am Münchner Dom mit. Der Kirchenraum, in dem er künftig seine Messen lesen wird, ist um einiges kleiner als der Dom, aber dafür ein barockes Juwel, in dem Brunner das machen kann, auf das er sich am meisten freut: Begegnungsarbeit zu leisten, den gemeinsamen Glauben zu leben und zu teilen. Kerstin Bühring

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