Wolfgang Kuhn ist neuer Viertelchef

Neuer Moosacher BA-Vorsitzender: Das sind seine Pläne

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Wolfgang Kuhn ist neuer Vorsitzender des Moosacher Bezirksausschusses.

Moosach: Moosach hat einen neuen Viertelchef: Wolfgang Kuhn hat den Vorsitz im Bezirksausschuss von Johanna Salzhuber übernommen - und hat viel vor. 

Vom Bezirksausschuss-Neuling zum Vorsitzenden in nur dreieinhalb Jahren: Das hat Wolfgang Kuhn (59) geschafft. Seit 1. Mai 2015 sitzt er für die SPD im Moosacher Bezirksausschuss (BA), am 15. Januar hat er die langjährige Vorsitzende Johanna Salzhuber abgelöst .

Der 59-Jährige arbeitet hauptberuflich im Direktorium der Landeshauptstadt, ist Präsident des Eigenheimerverbands Bayern und lebt seit 16 Jahren in Hartmannshofen. Bevor er den BA-Vorsitz übernommen hat, leitete er den Unterausschuss Jugend, Soziales, Schule, Kultur, Budget. Soziale Anliegen werden ihm auch künftig als Vorsitzender ein wichtiges Anliegen sein. 

"Wir wollen keine Gigantomie"

„Wir wollen das Ohr beim Bürger haben und zwischen ihm und der Stadt und dem Stadtrat vermitteln“, sagt der zweifache Familienvater. Themen gibt es genug: In den nächsten Jahren stehen im Viertel einige große Projekte an, zum Beispiel der Bau des Busbetriebshofes, des neuen Wohnquartiers auf dem Meiler-Gelände und der Abriss und Neubau der Siedlung an der Karlingerstraße. Auf eines legt Kuhn bei den Wohnungsbauprojekten besonders viel Wert: „Wir wollen keine Gigantomanie – die Anzahl der Wohnungen muss auch verkehrstechnisch in Griff zu kriegen sein.“ 

Neubau der Unterführung an der Dachauer Straße macht Sorgen

Hier macht Kuhn vor allem der geplante Neubau der Unterführung an der Dachauer Straße Sorgen. Die Straße kann künftig auch von höheren Lastwagen befahren werden. „Das wird sich auf jeden Fall stark auf den Verkehrsfluss auswirken“, sagt er. „Lustig wird das sicher nicht.“ Wolfgang Kuhn ist es wichtig, den Charakter des Viertels zu bewahren. „Der Mix ist das Besondere“, erklärt er. „Moosach hat Ecken, die sehr bodenständig sind, aber auch Ecken die sehr modern und innovativ sind.“

Ensembleschutz im Bereich des Pelkovenschlössls soll erhalten bleiben 

Damit das so bleibt, möchte er sich dafür einsetzen, dass der Ensembleschutz in der Gegend rund um das Pelkovenschlössl Bestand hat. „In der Ecke sind viele Vereine aktiv. Wir würden ihnen ansonsten die Heimat entziehen“, sagt Kuhn, der als BA-Vorsitzender gleichzeitig auch der Beauftragte für den Gesamtverein ist. 

Veranstaltungssaal für das Viertel gewünscht

In dieser Ecke sieht er auch den neuen Veranstaltungssaal, den sich die Moosacher seit langem wünschen. Den will er mit dem BA voranbringen. „Aber wir müssen aufpassen, dass ein neuer Baukörper nicht als Begründung dient, um den Ensembleschutz auflösen zu können“, erklärt er. Die Tücken der Kommunalpolitik – der neue Chef hat sie schon im Blick.

Claudia Schuri

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