1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München Nord

Polizei-Ermittlungen in drei Fällen: Münchner manipulieren ihre E-Bikes ‒ die gelten dadurch als Kraftrad

Erstellt:

Von: Jonas Hönle

Kommentare

Eine Person auf einem Fahrrad
Die Polizei ermittelt gegen drei Münchner, die ihre E-Bikes manipulierten. Dadurch gelten sie als Kraftrad. (Symbolbild) © Eric Lalmand/dpa

Die Polizei schnappt drei Münchner an der Dachauer Straße, die ihre E-Bikes manipuliert hatten. Dadurch wurden die Fahrräder zu Krafträdern - und unterliegen anderen Gesetzen.

Die Polizei München stellte am Dienstag gleich drei Fälle von manipulierten E-Bikes an der Dachauer Straße fest. Durch die technischen Änderungen gelten die Fahrzeuge als Kraftrad, für die eine Haftpflichtversicherung und eine Fahrerlaubnis benötigt wird. Die Ermittlungen gegen die Münchner laufen.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Polizei-Ermittlungen: Münchner manipulieren E-Bikes - die gelten nun als Kraftrad

Im ersten Fall überfuhr eine 58-jährige Münchnerin am Abend das für sie geltende Rotlicht auf der Dachauer Straße. Die Polizei hielt sie wegen des Verstoßes an und unterzog sie daraufhin einer Verkehrskontrolle.

Dabei stellten die Beamten fest, dass das Fahrrad mit einem Gashebel ausgestattet war, wodurch es selbsttätig bis 25 km/h fahren konnte. Durch diesen Umbau wurde das E-Bike zum Kraftrad und wäre unter das Pflichtversicherungsgesetz gefallen.

Da die 58-Jährige keine Haftpflichtversicherung für das Kraftrad abgeschlossen hatte, wurde ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.

E-Bike zu Kraftrad umgebaut - Ermittlungen der Polizei München nach drei Fällen in der Dachauer Straße

Im zweiten und dritten Fall fuhr ein 50-jähriger und ein 54-jähriger Münchner ebenfalls auf der Dachauer Straße. An der Kreuzung zur Ludwigsfelder Straße stürzte der Ältere in einer Rechtskurve aus bisher ungeklärter Ursache.

Bei dem Unfall zog er sich der Verletzungen im Gesicht zu und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Der 50-Jährige wartete derweil am Unfallort mit den beiden E-Bikes auf die Polizei.

Bei der Unfallaufnahme stellten die eingetroffenen Beamten fest, dass beide E-Bikes Eigenbau waren und eine Geschwindigkeit von über 50 km/h erreichen konnten. Beide E-Bikes wurden dadurch zu Krafträdern.

Gemäß Pflichtversicherungsgesetz hätte auch hier eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden müssen. Weder der 50-Jährige noch der 54-Jährigen konnten außerdem eine erforderliche Fahrerlaubnis vorweisen. Des Weiteren bestand für beide Krafträder keine Betriebserlaubnis.

Gegen die beiden Männer wird nun wegen Vergehen des Pflichtversicherungsgesetzes, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Vergehen gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung ermitteln.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei

Technische Änderungen, die Auswirkung auf Antriebsart oder die Geschwindigkeit haben, führen in der Regel dazu, dass das Pedelec/E-Bike als Kraftrad eingeordnet wird.

Dadurch unterliegen sie u.a. dem Pflichtversicherungsgesetz und es wird in der Folge eine Haftpflichtversicherung benötigt. Außerdem müssen Sie im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis sein.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare