Neuer Ärger um das Streitprojekt?

Unterföhrings Feststadl feiert Richtfest, die SPD-Fraktion blieb fern

Zimmereimeister Martin Stark (l.) überreicht Andreas Kemmelmeyer den Richtspruch.
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Zimmereimeister Martin Stark (l.) überreicht Andreas Kemmelmeyer den Richtspruch.

Der geplante Bau des Feststadls hat bereits in der Vergangenheit für Spannungen zwischen den Parteien gesorgt, da die SPD die Projektkosten für zu hoch erachtet. Bleiben die Spannungen bestehen?

Unterföhring – Eigentlich war das Richtfest für das neue Feststadl an der Jahnstraße ein Grund zum Feiern. Es gab ausgelassene Stimmung und erfreute Gesichter unter den anwesenden Gemeinderatsmitgliedern und den Arbeitern. Jedoch fehlte die SPD-Fraktion komplett – aus Trotz gegenüber dem umstrittenen Projekt? 

Laut des Bürgermeisterkandidaten der Sozialdemokraten, Philipp Schwarz, ist dem nicht der Fall: „Ich selbst war Arbeiten, konnte mir nicht freinehmen. Weshalb die restlichen Fraktionsmitglieder nicht da waren, weiß ich aber nicht.“ Eine Absprache habe es – anders als es manche vor Ort vermutet hatten – jedenfalls nicht gegeben. 

Philipp Schwarz, SPD

Zwar sei man in der Fraktion nach wie vor aufgrund der Projekt-Kosten geschlossen dagegen, ein Boykott des Fests war das Fernbleiben jedoch nicht, so der 38-Jährige. Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) steht hingegen weiterhin hinter dem Projekt: „Mit unserem Stadel haben wir eine wirkliche Alternative zum Bürgerhaus. Seine Eröffnung wird von Bürgern und Vereinen bereits erwartet.“ 

Warum die SPD-Fraktion der Feier fernblieb, ist ihm nicht klar: „Ich glaube aber nicht, dass es ein Boykott war. Übel nehme ich es ihnen auch nicht. Ich bin mir sicher, dass einige der SPD-Gemeinderäte bei Maibaumwacht und Eröffnungsfeier des Stadls anwesend sein werden.“ 

Der Feststadl-Bau sorgt bereits seit Jahren für Streitigkeiten im Gemeinderat. Knackpunkt ist die Summe, die dafür gezahlt wird. „Mittlerweile rechnen wir mit Gesamtkosten von etwas mehr als vier Millionen Euro“, erklärt Kemmelmeyer. „Bis zum 4. April wollen wir das Stüberl fertig haben. Dann wird nämlich unser neuer Maibaum eingeholt, der dann vom Stüberl aus bewacht werden soll.“ Dafür werde sich die zuständige Zimmerei Stark zunächst auf das Stüberl fokussieren, danach mit dem großen Saal weitermachen. 

Mit der endgültigen Fertigstellung des Stadels rechne man bis Ende Mai oder Anfang Juni diesen Jahres, dann werde es auch ein kleines Eröffnungsfest geben. Das Feststadl wird komplett in Holzbauweise errichtet. Es soll von Vereinen und Bürgern mietbar sein. Der große Saal bietet Platz für 216 Gäste, das Stüberl fasst 90 weitere Personen, außerdem gibt es einen überdachten Außenbereich.

B. Strobach

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