Angst vor 99-Meter-Turm in Milbertshofen

Anwohnerproteste gegen Hochhaus – nun versprechen Verantwortliche Dialog

Ab Ende 2021 entstehen hier bis zu 500 Wohneinheiten, Kindertagesstätten, ein Pflegeheim und größere Grünflächen. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude des Areals bleiben.
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Ab Ende 2021 entstehen hier bis zu 500 Wohneinheiten, Kindertagesstätten, ein Pflegeheim und größere Grünflächen. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude des Areals bleiben.

Aufgewühlte Anwohner sind gegen den Bau eines neuen 99-Meter hohen Bürogebäudes in Milbersthofen. Nun äußern sich die Verantwortlichen und treten in  Dialog mit den Anwohnern...

Milbertshofen – Seit seiner Eröffnung ist das H2-Hotel westlich der Straße Am Oberwiesenfeld das höchste Gebäude dort. 

Dies soll sich ändern: Die Opes Immobilien planen auf dem Stammgelände von Knorr-Bremse an der Moosacher Straße 80 ein neues Bürogebäude, das mit bis zu 99 Metern Höhe die übrigen Bauten maßgeblich überragen wird (Hallo berichtete). 

Das neue Bürogebäude soll das H2-Hotel noch um einiges überragen.

Da dies jedoch den Anwohnern des benachbarten Olympia­dorfs missfällt, luden OPES und die Einwohner-Interessen-Gemeinschaft diese nun zu einer Informationsveranstaltung ein. 

Dort stellte sich OPES-Geschäftsführer Jürgen Büllesbach den Fragen und Bedenken der rund 80 Anwesenden. Der stärkste Kritikpunkt war dabei der visuelle Eindruck, den das Haus hinterlasse.

Es wirke wie ein „weiterer lieblos hingestellter Betonklotz“. Auch die Höhe des Gebäudes wurde hinterfragt, da ursprünglich eine Höhe von 78 Metern angedacht gewesen sei.

Büllesbach erklärte dazu: „Das geplante Bürogebäude entsteht in Absprache mit Heinz Hermann Thiele von Knorr-Bremse, unserem Gesellschafter. Wir wollen mit dem Bauvorhaben ein besonderes Gebäude schaffen, an das man sich erinnert, das Wiedererkennungswert in München hat.“ 

Der Entwurf des ersten Preisträgers sei aus ihrer Sicht nicht umsetzbar. Er würde zu nahe an das denkmalgeschützte Gebäude von Knorr-Bremse heranreichen. Daher habe man sich für den höheren Entwurf des zweiten Preisträgers entschieden. 

Da vor Ende 2021 nicht gebaut werde, bleibe aber noch genug Zeit für Anpassungen des Planes unter Einbezug der Bürgermeinungen. Ein Versprechen, auf das Applaus folgte.

best

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