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Ludwigsfeld: Bau von 2100 Wohnungen geplant – Lösungen für bestehende Probleme gefordert

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Ewgenij Repnikov verfolgt den Parkplatzbau mit Skepsis.
Ewgenij Repnikov verfolgt den Parkplatzbau mit Skepsis. © ul

Im Münchner Norden soll neuer Wohnraum geschaffen werden. Bevor in Ludwigsfeld jedoch 2100 neue Wohnungen realisiert werden, sollen laut Ewgenij Repnikov noch andere Maßnahmen ergriffen werden.

Ludwigsfeld – Südlich des Sportplatzes und östlich der Siedlung Ludwigsfeld liegen Flächen, auf denen die Stadt nachverdichten möchte. Eine erste Strukturuntersuchung peilt maximal 2100 Wohneinheiten für rund 5000 neue Einwohner an (Hallo berichtete). 

Der Stadtrat soll sich am Donnerstag, 18. Juli, mit der Analyse befassen und die Verwaltung beauftragen, die Untersuchung zu vertiefen. Laut Antrag von CSU und SPD sollen zudem die Bürger in Ludwigsfeld und Karls­feld schnellstmöglich mit einbezogen werden. Der Historiker und Denkmalschützer Ewgenij Repnikov (66) will darauf nicht warten und fordert jetzt Verbesserungen.

„Es gibt Probleme, die dringend angegangen werden müssen und keinen Aufschub dulden.“ Auf seiner Liste der Dinge, die Ludwigsfeld wirklich braucht, steht die „Karlsfelder Straße neu“ an erster Stelle. Bund und Stadt hätten schon vor Jahrzehnten „die Chance vertan“, eine direkte Anbindung an die Dachauer Straße zu schaffen. 

Die Struktur­untersuchung bestätigt auch, dass die Verkehrssituation in der Siedlung jetzt schon problematisch ist. Der Bau weiterer Wohnungen sei daher an eine neue Verbindung zur Dachauer Straße geknüpft, so die Analyse. Konkreteres ist darin aber nicht dargestellt.

Probleme macht auch der stehende Verkehr. In der Siedlung mit rund 1600 Einwohnern in 700 Wohnungen fehlen Parkplätze. Deshalb werden derzeit bei einigen Häuserblocks Stellflächen geschaffen. Repnikov warnt: „Es besteht die Gefahr, dass weitere Bodendenkmäler zerstört werden.“ Das sei auf dem Gelände des früheren KZ-Außenlagers Allach schon passiert und auch künftig zu befürchten.

Der 66-Jährige, der in Ludwigsfeld aufgewachsen ist, hat eine andere Idee: eine begrünte Parkgarage auf der „Hundewiese“ südlich der Karls­felder Straße zwischen Kristall- und Achatstraße. Damit könne noch ein weiteres Problem gelöst werden: Repnikov fordert Schutz vor dem Lärm von der MAN-Teststrecke, die aktuell ausgebaut werden soll. Zudem setzt er sich für einen Rad- und Gehweg westlich des Schwabenbächls ein, samt Brücke über den Würmkanal als Verbindung zwischen Karls- und Ludwigsfeld.

Ursula Löschau

Eine Straße für Pater Karl Ott

Wenn in Ludwigsfeld neu gebaut wird, soll eine Straße nach dem Jesuitenpater Karl Ott benannt werden. Das fordert Historiker Ewgenij Repnikov. Der 2003 verstorbene Priester habe sich seit den 50er-Jahren besonders für die Kinder und Jugendlichen in der Siedlung engagiert und viel zu deren Integration in die Gesellschaft beigetragen.

Eine große Auswahl weiterer aktueller Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

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