Das Bauvorhaben nimmt Form an

Was wird am Lerchenauerfeld gebaut? – Wettbewerbsmodelle werden vorgestellt

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Am Lerchenauer Feld soll eine riesige Wohnsiedlung entstehen.

Die Wohnsiedlung am Lerchenauer Feld ist das größte Bauvorhaben in München. Die Gewinnermodelle des künftigen Wohngebiets sind gekürt – was nun passiert...

Lerchenau – Es ist eines der größten Bauvorhaben im Münchner Stadtgebiet: Die Wohnsiedlung am Lerchenauer Feld. Bis zu 1600 Wohneinheiten entstehen hier gemeinsam mit Laden- und Grünflächen sowie einem der größten Schulneubau-Projekte. Nun wurden die Ergebnisse des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs den knapp 200 beim dritten öffentlichen Dialog anwesenden Bürgern präsentiert. 

Anschließend konnte man den Architekten und Experten von der Stadt Fragen stellen und Feed­back zu den Modellen geben. Den ersten Platz belegten Amman Albers Stadtwerke und BEM Landschaftsarchitekten/Stadtplaner. 

Das Modell, das den ersten Platz gewonnen hat.

„Wichtig war uns, dass unser Modell die gewollte Dichte zusammen mit dem dörflichen Gedanken und einer möglichst flachen Bebauung des Felds vereint“, wie Martin Albers, Vertreter von Amman Albers Stadtwerke, erklärte. 

Martin Albers, gewann den ersten Platz in dem Modellwettberwerb.

Ferner wurde Wert darauf gelegt, dass die einzelnen Bauten geschwungen, somit individueller und nicht repetitiv wirken. Auch sei der Straßenverlauf im Wohnquartier so eng angedacht, dass er nicht zum Autofahren anrege und mehr als öffentlicher Raum genutzt werden könne. Dem stimmte die Jury zu. 

Der Vorsitzende, Franz Pesch, ergänzte noch: „Der Maßstab für die Hofgrößen stimmt bei diesem Modell ebenfalls. Mit allen drei Preisträgern wurden Projekte gewählt, die gut auf die Wünsche der Öffentlichkeit reagieren.“ 

Im Laufe des Abends zeigten die Bürger durch ihr Feedback aber, dass sie das drittplatzierte Modell von bgsm Architekten und Stadtplaner mit Adler Olesch Landschaftsarchitekten am ehesten ansprach. 

Das Modell auf dem dritten Platz sprach die Bürger am ehesten an.

Vor allem der hohe Grünflächenanteil und die Idee von Gemeinschaftshäusern im Innenbereich der Wohnblöcke gefiel. Beim Gewinnermodell befürchteten Viele Verkehrsprobleme auf der durch das Quartier laufenden Straße. Wie es weitergeht, weiß Wibke Dehnert vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung: „Um den Gewinner zu bestimmen, gehen die drei Preisträger nun mit dem Auslober in ein Verhandlungsverfahren. 

Daraus geht dann eines der Büros mit einem Entwurf hervor, der dann zum Bebauungsplan entwickelt wird.“ Den Billigungsbeschluss des Stadtrats erwarte man im Jahr 2022, den Satzungsbeschluss 2023. Bis dahin integriere man die Bürger noch mehrfach in den Entwicklungsprozess, verspricht Dehnert. 

Die beiden oben zu sehenden Modelle und die anderen neun Einreichungen werden ab Dienstag, 19. November, bis Freitag, 29. November, montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 18 Uhr im Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Blumenstraße 28b, ausgestellt. 

best

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