Wenn die Pause zur Gefahr wird

Pausenhof auf anderer Straßenseite von Schule – Jetzt greift die Stadt ein

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Vom Schulgebäude (re.) zum Pausenhof (li.) geht es künftig quer über die Georg-Zech-Allee.

Der Schulhof der Eduard-Spranger-Mittelschule liegt künftig auf der anderen Seite der Georg-Zech-Allee. Schüler müssen mehrmals die stark befahrene Straße überqueren. Nun kündigt die Stadt Änderungen an...

Feldmoching – Die Georg-Zech-Allee ist eine der zentralen Verbindungen zwischen Feldmochinger und Lerchenauer Straße. 

Im Zuge des anstehenden Umzugs der Eduard-Spranger-Mittelschule soll ein Großteil der Schüler zwischenzeitlich im Pavillonbau des dort entstehenden Gymnasiums einquartiert werden (Hallo berichtete). 

Dieser Plan sorgt jedoch für starke Bedenken bei Schulrektor Peter Wummel. Der Grund: Das Schulgebäude und dessen Pausenhof befinden sich auf unterschiedlichen Straßenseiten. 

„Das bedeutet, dass die Kinder am Tag mehrmals die teils stark befahrene Straße überqueren müssen“, erklärt Wummel. Das Problem dabei: „Es gibt keinen vernünftigen Übergang, der die Sicherheit der Schüler gewährleistet“, so der Schulleiter. 

Es gibt keinen vernünftigen, sicheren Übergang über die befahrene Georg-Zech-Allee.

In den Pausen könne man das Queren vielleicht noch koordinieren, aber wenn bei Feueralarm 500 Schüler gleichzeitig über die Straße müssen, sei das eine andere Geschichte. Nun wandte sich der Rektor auch an den Bezirksausschuss. 

Dort wurde ihm geraten, die Einschätzung des RBS abzuwarten. „Die Georg-Zech-Allee ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Ein übereifriges Handeln kann hier schnell zum Verkehrskollaps führen“, warnte der Vorsitzende Markus Auerbach (SPD). 

Wummel sei die Wichtigkeit der Straße für den Verkehr bewusst, viel Zeit bleibe aber nicht mehr: „Der Umzug ist schon am 2. März. Eine Lösung muss daher dringend gefunden werden“, forderte der Rektor. 

Wummel hoffte auf verkehrsberuhigende Maßnahmen: 

„Eine Spielstraße im Bereich der Schule für etwa 100 Meter oder Tempokontrollen könnten Abhilfe schaffen.“ Diese scheint es nun zu geben: RBS und KVR erklärten auf Hallo-Nachfrage zwar, dass sich eine Spielstraße im Bereich einer Schule nicht eigne. 

Stattdessen werde aber ein Zebrastreifen im Bereich des Schuleingangs markiert. Außerdem soll ab dem Einzug der Schüler Tempo 30 als Maximalgeschwindigkeit gelten. 

Mit mobilen Blitzern werde man zudem kontrollieren, dass die neue Höchstgeschwindigkeit auch eingehalten werde, so das KVR weiter. 

Benedikt Strobach

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