Frust um Gleis in Münchens Norden

Planfeststellungsbeschluss sorgt für Ärger bei Anwohnern – Bahn und Stadt klären auf

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Werner und Maria Kastner, Stephan Kubala sowie Vera und Erwin Sendlinger (v.l.) setzten sich für Lärmschutzwände an DB-Nordring in Milbersthofen ein.

Bürger sind von Lärm der Züge bei Nacht belästigt und wollen gegen einen Beschluss klagen, der besagt, dass Lärmschutzwände, als nicht notwendig erachtet werden. Nun klären Bahn und Stadt auf...

Am Hart – Der DB-Nordring ist noch lange nicht da, sorgt aber bereits für Ärger. Der Grund: „Bereits heute hört man die Züge nachts bis zu uns in die Siedlung“, klagt Werner Kast­ner. In den nächsten Jahren werde das kaum besser werden, so seine Befürchtung: „In fünf Jahren sollen fünfmal so viele Züge auf den Schienen fahren wie heute. 

Und dazu wird es keine Lärmschutzwände geben“, klagt der Anwohner der Siedlung Am Hart. Der Grund für seine Vermutung: In einem Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamts werden diese laut Kastner als nicht notwendig erachtet. 

Alles nur ein großes Missverständnis?

Aus Angst vor der erheblich zunehmenden Lärmbelästigung forderte er nun gemeinsam mit weiteren Anwohnern die Stadtverwaltung dazu auf, gegen den Beschluss zu klagen. Indes scheint sich alles als ein großes Missverständnis zu entpuppen. 

Stadtbaurätin Elisabeth Merk erklärte, dass sich die Planfeststellung nicht auf die künftige Verkehrsentwicklung des DB-Nordrings beziehe, sondern lediglich auf den Neubau eines elektronischen Stellwerks. 

Bei Erweiterung der Strecke hätten Bürger Anspruch auf Schallschutz

Für diese Bauarbeiten erachtet die Stadt das Weglassen von Lärmschutzwänden als nachvollziehbar.

Dies bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Hallo-Nachfrage: „Die plangegenständliche Maßnahme im Bereich des Milbertshofener Bahnhofs steht in keinem Zusammenhang mit einer künftigen Verkehrsentwicklung auf der Strecke und hat auch keinerlei Auswirkungen darauf.“ 

Der Ausbau des DB-Nordrings könne derzeit nicht in Zahlen gefasst werden. Bei einer Erweiterung der Strecke bestünde aber ein Anspruch der Bürger auf Schallschutz.

Benedikt Strobach

Kahlschlag am Rangierbahnhof

Moosach – Auch der Rangierbahnhof Nord erregt die Gemüter. Die Lerchenauerin Karola Kennerknecht stellte auf ihrem Arbeitsweg schockiert fest, dass dort eine große Anzahl Bäume gefällt wurde. 

Am Rangierbahnhof Nord wurden sehr viele Bäume gefällt. Warum?

Hallo kennt den Grund: die Errichtung einer neuen Lager- und Logistikfläche der Deutschen Bahn im Zuge des Baus der Zweiten Stammstrecke. Dorthin wird künftig Abbruch- und Aushubmaterial von den Bauarbeiten transportiert und anschließend wiederverwertet oder entsorgt, so eine Sprecherin der Bahn. Auch entstehen neue Gleise zum besseren Transport.

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Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

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