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Auf dem Kiesa-Gelände in Unterföhring sollen 1000 Wohnungen entstehen – die Pläne der Bauherren

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Von: Benedikt Strobach

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Claus Baumgartl, Rainer Bargenda und Tobias de la Ossa (Foto li, v. li.) entwerfen auf dem Kiesa-Gelände ein Wohngebiet für 2000 Menschen.
Claus Baumgartl, Rainer Bargenda und Tobias de la Ossa (v. li.) entwerfen auf dem Kiesa-Gelände ein Wohngebiet für 2000 Menschen. © Benedikt Strobach

Am Kiesa-Gelände in Unterföhring entsteht ein neues Wohnquartier für 2000 Menschen. Was die Architekten alles geplant haben:

Unterföhring Über 11 000 Einwohner hat die Gemeinde Unterföhring. Diese Zahl könnte in den kommenden Jahren deutich steigen – aufgrund eines einzelnen Projekts. Auf dem Kiesa-Gelände, auf dem sich heute gigantische Berge aus Containern türmen, soll ein Quartier mit 1000 Wohnungen entstehen. Dem Vorhaben, genannt „Neues Mitterfeld“, hat der Gemeinderat nun zugestimmt.

Projektplaner ist die HVI Unterföhring, ein Zusammenschluss der Firmen HI Wohnbau, Investa Real Estate sowie der Dr. Vogg Unternehmensgruppe. „Durch die Zustimmung des Gemeinderats wurde der Weg für das weitere Bebauungsplanverfahren geebnet“, sagt Claus Baumgartl von HI Wohnbau.

Neues Quartier auf dem Kiesa-Gelände: Das ist geplant

Wie das künftige Quartier einmal ausschauen soll, erklärt Tobias de la Ossa von Delaossa Architekten: „Das Gelände wirkt auf ersten Blick unwirtlich zwischen den vielbefahrenen Verkehrsachsen Mitterfeldallee und Münchner Straße sowie den Bahngleisen im Osten. Wir wollen der Brache neues Leben einhauchen.“ Ein wichtiger Punkt dafür sei der Grünzug durch das gesamte Quartier. „Er ist ein verbindendes Element“, erklärt de la Ossa.

An beiden Gebietseingängen – östlich wie westlich – seien sechsgeschossige Gebäude als Hochpunkte vorgesehen. Im Westen an der Münchner Straße entstehe ein Quartiersplatz, an dem sich auch ein Ärztehaus und Einzelhandel befinden werden. „Hier soll sich das städtische Leben etablieren.“ Außerdem werde das Quartier autofrei geplant. Nur über die bereits vorhandene Zufahrtsstraße Wilhelm-Kemmelmeyer-Bogen soll man zu den Tiefgaragen gelangen. „Wohnqualität definiert sich auch über fehlende Autos“, sagt de la Ossa. Auch der Grünwall südlich der Mitterfeldallee werde erhalten.

Das Quartier wird autofrei und mit einem großen Grünzug geplant.
Das Quartier wird autofrei und mit einem großen Grünzug geplant. © Grafik: De la Ossa Architekten

Insgesamt sollen 1000 Wohneinheiten für etwa 2000 Menschen in sieben Bauabschnitten entstehen, erklärt Rainer Bargenda von Investa. Knapp 13 000 der über 100 000 Quadratmeter Fläche bekommt die Gemeinde, um eine Kita und eigene Wohnungen zu errichten. Die Geovol versorgt das Neubauprojekt mit Fernwärme, auch prüfe man mögliche PV-Anlagen, ergänzt Bargenda.

Geplant sei, im Frühjahr 2023 mit der Öffentlichkeitsbeteiligung zu beginnen. „Im Sommer 2023 könnte der Billigungsbeschluss gefasst und im Frühjahr 2024 Baurecht geschaffen werden. Baubeginn wäre dann Ende 2024 oder Anfang 2025“, sagt Baumgartl. Bereits jetzt möchte man aber mit den Bürgern in den Dialog treten. „Nur dadurch entstehen auch Flächen, die funktionieren.“ Interessierte können ihre Fragen unter der E-Mail-­Adresse info@neues-mitterfeld.de stellen. Weitere Infos gibt es auf der Website www.neues-mitterfeld.de.

Heute türmen sich dort Container.
Heute türmen sich dort Container. © Benedikt Strobach

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