Olympia-Schwimmhalle und Dantebad.

Zu viel Sex in städtischen Bädern? – Kritik von der Bayernpartei – Wie die Stadtwerke reagieren

+
Sex im Whirlpool? Über solche Vorkommnisse, unter anderem in der Olympia-Schwimmhalle, beschwert sich jetzt die Bayernpartei.

Die Bayernpartei kritisiert den Anstieg der Liebesspiele in städtischen Bädern, wie zum Beispiel in der Olympia-Schwimmhalle. Was OB-Kandidat Richard Progl (BP) dazu sagt und wie die Stadtwerke reagieren...

Olympiapark –Sex im öffentlichen Schwimmbad oder Whirlpool – für immer mehr Münchner ein Grund zum Ärgern, behauptet die Stadtratsfraktion der Bayernpartei (BP) um OB-Kandidat Richard Progl. Besonders betroffen sind laut Progl das Dantebad und die Olympia-Schwimmhalle. 

„Ich bin selbst schon einmal Zeuge eines solchen Vorfalls in einem Münchner Bad geworden, jetzt haben sich mehrere Bürger an mich gewandt“, so Progl zu Hallo. Bürger, die sich belästigt fühlten, weil andere Badegäste, in Schwimmbecken oder Whirlpool sexuellen Aktivitäten nachgingen. 

„Das verständigte Personal soll mehrfach desinteressiert und abweisend reagiert haben, auch mit dem Hinweis, man müsse keine Bedenken bezüglich der Hygiene haben, da genügend Chlor im Wasser sei“, beschwert sich Progl. Schriftliche Beschwerden an die Bäder-Chefin seien entweder nicht angekommen oder erhielten keine Antwort. 

Besonders betroffen sind laut OB-Kandidat Richard Progl (BP) das Dantebad und die Olympia-Schwimmhalle. 

„Das Thema sollte durchaus ernst genommen werden, wenn man bedenkt, dass sich viele Kinder und Jugendliche in den städtischen Bädern aufhalten“, mahnt Progl, der jetzt in einer Anfrage vom OB wissen wollte, mit welchen Konsequenzen die Beteiligten zu rechnen hätten. 

Außerdem forderte er Zahlen von OB Reiter, in wie vielen Fällen Badegäste eine Erregung öffentlichen Ärgernisses gemeldet hätten und in wie vielen Fällen das Personal von sich aus eingegriffen hätte. Diese Zahlen konnte der Sprecher der zuständigen Stadtwerke, Michael Solic, auf Hallo-Nachfrage nicht nennen. 

Sex im Whirlpool? Über solche Vorkommnisse, unter anderem in der Olympia-Schwimmhalle, beschwert sich jetzt die Bayernpartei.

„Doch die Zahl der Vorfälle pro Jahr ist verschwindend gering in Relation zur jährlichen Besucherzahl“, betont Solic. Einen Anstieg der Beschwerden habe man nicht verzeichnet. Ferner erklärt der Sprecher, die Bädermitarbeiter seien in dieser Hinsicht sensibilisiert: „Jeder einzelnen Beschwerde wird nachgegangen und jegliche Missachtung der Benutzungsbedingungen wird rigoros verfolgt. 

Unser Personal schaut sich derartige Vorfälle auf Nachfrage sofort an und ergreift dann die richtigen Maßnahmen.“ Diese reichen von der Ermahnung, über einen Verweis aus dem Bad, über Hausverbot bis hin zum Hinzuziehen der Polizei. 

Bei schriftlichen Beschwerden im Nachhinein könne man allerdings nichts mehr unternehmen, beantwortet würden diese jedoch alle, versichert der Sprecher. 

Benedikt Strobach

Weitere aktuelle Nachrichten aus den Stadtteilen:

Ihr Viertel ist nicht dabei? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare