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Die große Hallo München-Viertelvorschau: Diese Themen und Projekte prägen das Jahr 2022 in Schwabing-Freimann

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Von: Kassandra Fischer, Benedikt Strobach

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Heute noch eine Großbaustelle: Der Neubau an der Anni-Albers-Straße in der Parkstadt Schwabing. Bezugsfertig wird das Gebäude aber erst 2024.
Heute noch eine Großbaustelle: Der Neubau an der Anni-Albers-Straße in der Parkstadt Schwabing. Bezugsfertig wird das Gebäude aber erst 2024. © Kassandra Fischer

Sanierung von Schulen, Amazon-Neubau an der Anni-Albers-Straße, „Neue Mitte“ in der Parkstadt und weitere Themen beschäftigen Schwabing-Freimann im Jahr 2022.

Ein neues Stadtquartier, Visionen zur Belebung der Parkstadt und ein frisch renovierter Schulkomplex – welche Projekte den Bezirk Schwabing-Freimann im kommenden Jahr beschäftigen, stellt Hallo hier vor.

Schulsanierung am Oskar-von-Miller- und Maximiliansgymnasium

Heimkehr für zahlreiche Schwabinger Schüler: Die Sanierungen am Oskar-von-Miller- und Maximiliansgymnasium enden heuer. Zum kommenden Schuljahr soll der Gebäudekomplex nahe der Münchner Freiheit wieder bezogen werden. Die Stadt prüft derzeit, welche Schule dann in den aktuell noch genutzten Auslagerungspavillon an der Ungererstraße zieht. „Das Ergebnis wird dem Stadtrat mit dem Beschluss zur Schulbauoffensive voraussichtlich im Frühjahr 2022 vorgelegt“, erklärt ein Sprecher der Stadt.

Die Sanierung des Oskar-von-Miller-Gymnasium endet 2022.
Die Sanierung des Oskar-von-Miller-Gymnasium endet 2022. © Kassandra Fischer
Auch das Maximiliansgymasium soll dieses Jahr fertig gestellt werden.
Auch das Maximiliansgymasium soll dieses Jahr fertig gestellt werden. © Kassandra Fischer

Neubau an der Anni-Albers-Straße 

Es ist das Projekt, das die Parkstadt im Jahr 2022 dominieren wird – so die Einschätzung von BA-Chef Patric Wolf (CSU). Die Rede ist vom Neubau an der Anni-Albers-Straße. Laut Projektentwickler Argenta soll der Rohbau, noch ohne Fassade, bis Oktober 2022 stehen.

Patrick Wolf (CDU), Mitglied des Bezirksausschusses.
Patric Wolf © privat

Bezugsfertig wird das Gebäude allerdings erst Anfang 2024 sein. Als langfristiger Mieter zieht dann Amazon ein, weitere Mietflächen für Einzelhandel und Gastronomie soll es im Erdgeschoss geben. In diesem Zug entstehen auch 450 Auto-Stellplätze sowie 900 Parkflächen für Räder.

Eine Visualisierung zeigt, wie es bis 2024 aussehen soll.
Eine Visualisierung zeigt, wie es bis 2024 aussehen soll. © GSP Architekten

„Neue Mitte“ in der Parkstadt

Ein langjähriger Wunsch des Viertelgremiums: die „Neue Mitte“ in der Parkstadt südlich des Zentralparks an der Ecke Lyonel-Feininger-/Anni-Albers-Straße. „Man könnte dort einen schönen Platz gestalten“, betont BA-Chef Wolf. Er hofft, dass sich bereits 2022 etwas tut. Doch vorerst ist Geduld angesagt. Denn zunächst gilt es den Verkehrsversuch an der Herbert-Bayer-Straße abzuwarten. Dort wurde im November 2021 eine provisorische Unterbrechung der Fahrbahn installiert. „Verkehrszählungen und die nochmalige verkehrliche Prüfung einer Platzumgestaltung können daher frühestens ab November 2022 erfolgen“, erklärt eine Sprecherin der Stadt.

Heute noch eine Großbaustelle: Der Neubau an der Anni-Albers-Straße in der Parkstadt Schwabing. Bezugsfertig wird das Gebäude aber erst 2024.
Heute noch eine Großbaustelle: Der Neubau an der Anni-Albers-Straße in der Parkstadt Schwabing. Bezugsfertig wird das Gebäude aber erst 2024. © Kassandra Fischer

Mehr Bürgerbeteiligung in Schwabing-Freiman

Für 2022 hat sich Wolf zudem vorgenommen, die Bürgerbeteiligung noch mehr zu stärken. Zwar bekomme sein Gremium jetzt schon viele Anliegen aus Schwabing und Freimann mitgeteilt. „Aber viele wissen einfach noch nicht, dass es bei jeder Sitzung die Möglichkeit gibt, Hilfe und Unterstützung von uns zu bekommen.“

Schon bald könnte man ihn außerdem bei einer mobilen Bürgersprechstunde antreffen. Beispielsweise am Bauernmarkt der Alten Heide oder auf dem Forum der Münchner Freiheit. „Das würde ich gerne mal ausprobieren“, verrät er. Die Idee ist, dass er dafür mit einem Lastenrad im Bezirk unterwegs ist. Der Vorstoß scheiterte in den vergangenen beiden Jahren an der Pandemie. „Ich hoffe, dass es 2022 endlich möglich ist.“

Neues Quartier im Tucherpark

Auf 160 000 Quadratmetern des Tucherparks wollen die Unternehmen Commerz Real und Hines ein neues Quartier mit Wohnraum, Büros, Einkaufsmöglichkeiten sowie Kunst- und Freizeitflächen schaffen. Aktuell läuft eine Untersuchung des Areals.

Weiterführende Überlegungen auf Basis eines umfangreichen Gutachtens hoffe man noch in der ersten Jahreshälfte der Öffentlichkeit vorstellen zu können, erklärt ein Sprecher auf Hallo-Anfrage. In den ersten Monaten des Jahres 2022 soll ein Treffpunkt zum Dialog mit der Bevölkerung, der „Meet Tucher“, eröffnen.

Im nördlichen Teil des Areals wolle man zudem eine gewerbliche Zwischennutzung, beispielsweise für Start-Ups, ermöglichen. Hierfür finden derzeit Umbaumaßnahmen im leerstehenden Gebäude am Sederanger 5 statt.

Mehr Betreuung für Senioren am Kieferngarten

Sanierungspläne gibt es für das „SeniorenWohnen“ am Kieferngarten (Foto). Das Angebot wird erweitert, etwa durch zusätzliche Räume für Tagespflege und eine Arztpraxis. Dafür muss der Konzertsaal abgerissen werden. Dies soll im zweiten Quartal 2022 erfolgen. Im Anschluss entsteht dort bis Ende 2023 ein zehnstöckiges Hochhaus. Hier zieht interimsweise die stationäre Pflege ein. Ende 2023 sollen die bisherigen Gebäude der stationären Pflege und der Mitarbeiterwohnungen abgerissen werden. An ihrer Stelle wird die neue viergeschossige stationäre Pflege gebaut. Die drei Wohntürme des Betreuten Wohnens werden zudem generalsaniert und punktuell aufgestockt. Im Südosten des Grundstücks ist bis 2026 ein neues Gebäude für Mitarbeiter geplant. Ebenso entsteht am Kieferngarten ein innovatives Zentrum für die Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes – und zwar im Erdgeschoss der Neubauten. Neben Büros sind auch zahlreiche Veranstaltungsräume vorgesehen. 

„SeniorenWohnen“ am Kieferngarten soll saniert werden.
„SeniorenWohnen“ am Kieferngarten soll saniert werden. © Benedikt Strobach

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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