Gefahr durch Parker

Moschee, Fußballfans, Anwohner: Streit um Parkplätze eskaliert in München

Parkt ein Auto im Halteverbot zwischen Islamischem Zentrum und dem Eingang zur Auensiedlung oder im Wohngebiet in zweiter Reihe, kommen selbst Pkw nur noch schwer vorbei.
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Parkt ein Auto im Halteverbot zwischen Islamischem Zentrum und dem Eingang zur Auensiedlung oder im Wohngebiet in zweiter Reihe, kommen selbst Pkw nur noch schwer vorbei.
  • Benedikt Strobach
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In der Auensiedlung gibt es Ärger wegen einer blockierten Zufahrt und Stellplätzen. Letzte Woche eskalierte dann die Situation. Was Polizei und Stadt dazu sagen.

Auensiedlung - Seit Jahren kommt es in der Auensiedlung in Fröttmaning immer wieder zu Spannungen zwischen Siedlern und Fußballfans oder Moschee-Besuchern, die ihre Autos auf den Anwohner-Parkplätzen der Siedlung oder im Halteverbot abstellen.

Letzte Woche eskalierte ein Streit deswegen, berichtet Anwohner Andreas Vogt: „Als ich einen Besucher ansprach, dass er hier nicht parken dürfe, wurde ich von ihm bedroht.“ Der Ärger, der in diesem Vorfall gipfelte, beruhe vor allem auf dem Parksuchverkehr.

„Der an die Siedlung grenzende Waldparkplatz ist zu klein für alle Moschee-Besucher, weswegen diese auch in der Siedlung und im Zufahrtsbereich davor parken“, so Vogt. Das verärgere wiederum die Anwohner.

Die Gefahr durch Falschparker sei nicht zu unterschätzen: „Rettungswägen kommen so nicht in die Siedlung“, erklärt Vogt. Einmal mussten Sanitäter während eines Notfalls zu Fuß weiterlaufen, da das Auto eines Fußballfans den Weg versperrt hatte. „Gott sei Dank ist nichts passiert.“

Andreas Vogt wohnt in der Auensiedlung.

Nun fand ein Ortstermin mit Anwohnern, Vertretern der Moschee, Polizei und dem BA-Vorsitzenden Patric Wolf (CSU) statt. Wie ein Polizei-Sprecher auf Hallo-Anfrage erklärte, soll die Situation in den kommenden Wochen genauer analysiert werden.

Auch Patric Wolf bot Hilfe an: „Der BA wird sich der Sache annehmen. Es wäre schade, wenn es aufgrund von Parksuchverkehr weiter zu Spannungen käme.“ Vogt hat schon Ideen: „Ein erweiterter Parkplatz oder eine zweite Zufahrt für Anwohner und Notdienste wären denkbar.“

Die Ideen seien der Verwaltung bekannt, erklärt Christina Warta, Sprecherin des Mobilitätsreferats, auf Hallo-Anfrage. Die Flächen um die Auensiedlung gehören aber nicht der Stadt. Zudem müssten naturschutzrechtliche Fragen geklärt werden.

An hohen islamischen Feiertagen schaffe das Referat bereits weitere Parkflächen für Moschee-Besucher, etwa entlang der Freisinger Landstraße.

Benedikt Strobach

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