„Sommerstraße light“

Straßenfest als Alternative zur Sommerstraße? BA Moosach will Pilotversuch für Randbezirke in München starten

Möglicher Standort für das Straßenfest „Sommerstraße light“ in Moosach: die Walter-Flex-Straße zwischen Postillon- und Dietrichstraße.
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Möglicher Standort für das Straßenfest „Sommerstraße light“ in Moosach: die Walter-Flex-Straße zwischen Postillon- und Dietrichstraße.
  • Benedikt Strobach
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Das Konzept der Sommerstraßen scheint nur in der Münchner Innenstadt beliebt zu sein. Der BA Moosach möchte nun als Pilotversuch ein Straßenfest organisieren.

Autos weichen Fußgängern, statt Reifen stehen Bänke oder Stühle auf dem Asphalt – das Konzept der Sommerstraßen gibt es in München seit fast zwei Jahren (Hallo berichtete). Auch 2022 wird das Programm zurückkehren.

Dabei werden Straßen oder Abschnitte in mehreren Bezirken temporär zu verkehrsberuhigten Bereichen oder Spielstraßen umgestaltet, um Anwohnenden mehr Begegnungsflächen zu geben. Vorschläge konnten die Bezirks­ausschüsse bis Mitte Februar einreichen.

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Pilotprojekt für Randbezirke in München - BA Moosach will Sommerfest statt Sommerstraße

Während Rathaus und innerstädtische Bezirke vom Konzept begeistert sind, hält sich das in äußeren Stadtteilen bisher in Grenzen.

Der BA Moosach möchte das ändern: Das Gremium will statt einer Sommerstraße ein Straßenfest als „Light“-Version des Konzepts durchführen. „In den Randbezirken Münchens gestaltet sich die Verwirklichung der Sommerstraßen schwierig“, sagt Sylvia Holhut (Grüne), Vorsitzende des Unterausschusses Jugend, Soziales, Schule und Kultur.

Durch ein – maximal ein Wochenende dauerndes – Straßenfest könnten sich Anwohnende mit der Idee einer Sommerstraße in einem überschaubaren Rahmen vertraut machen. Außerdem wäre der zeitliche Umfang mit Blick auf das Equipment deutlich überschaubarer und günstiger. Geeignet sei laut Holhut die Walter-Flex-Straße.

Nachmittags könnte es ein Programm für Kinder und Familien geben, abends könnten Musiker auftreten. Die Finanzierung müsse mit der Stadt geklärt werden. Der BA leitete die Idee einstimmig weiter.

Konzept der Sommerstraße findet in den Randbezirken von München kaum Anklang

Während man in Moosach noch hofft, sind andere Stadtteile skeptischer. Sowohl der Feldmochinger als auch der Thalkirchner BA schlugen keine Sommerstraßen vor, da sie im Vergleich zur Innenstadt keinen Bedarf sehen. Dies liege auch an den ausreichend vorhandenen Grün- und Ausweichflächen. Auch in Hadern hat man sich nicht beworben.

Eine Ausnahme ist der Aubinger BA. Bereits 2020 gab es hier eine der bisher erst zwei Sommerstraßen in Randbezirken überhaupt (siehe Kasten). Nun plant das Gremium, sich für 2023 mit der Colmdorf- und der Georg-Böhmer-Straße zu bewerben.

Für dieses Jahr haben laut Mobilitätsreferat 13 BAs insgesamt 23 Vorschläge eingereicht. Die Auswahl der Straßen erfolge in den kommenden Wochen, sagt Sprecherin Christina Warta.

Grundsätzlich können auch Straßenfeste ausgerichtet werden. „Sie erfordern die Erteilung einer verkehrsrechtlichen Erlaubnis.“ Veranstaltende müssten dafür einen Antrag mit Lageplan beim Veranstaltungs- und Versammlungsbüro im KVR einreichen. Dieses prüfe die Unterlagen im Detail. Im Rahmen der Sommerstraßen sei dies aber noch nicht vorgekommen.

Diese Sommerstraßen gab es bisher in München

Zur Einführung im Jahr 2020 wurden laut Mobilitätsreferat zwölf Straßen im Stadtgebiet temporär zu Sommerstraßen umgewandelt. Nur zwei davon verortet das Referat in Randbezirken: die Passionistenstraße in Obermenzing und die Schwemmstraße in Aubing. 2021 entstand keine der zehn Sommerstraßen am Stadtrand. Eine offizielle Unterteilung in Rand- und Innenbezirke gibt es in München nicht, sagt ein Sprecher des Direktoriums auf Hallo-Anfrage. Die Stadt sei nur in die „allseits bekannten Stadtbezirke aufgeteilt.“

Das erklärt, warum einige Straßen in Außenbezirken nicht dazugezählt wurden. Gemeint sind die Nietzschestraße in Milbertshofen, die Margarethe-Schütte-Lihotzky-Straße in Schwabing, Hohenschwangau- sowie Zugspitzplatz in Obergiesing, die Mondstraße in Untergiesing und der Franziska-Meindl-Platz in Thalkirchen. Auch deren Bezirke grenzen an den Stadtrand. Die genannten Orte sind aber alle im Innenbereich der Stadtteile.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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