Nach Antrag der grün-roten Stadtratskoalition

Kommen Skateflächen unter dem Zeltdach im Olympiapark und in der Jutierhalle? Was ein Sportler dazu sagt

Ein Mann steht im Olympiapark vor einem Weg, über dem das Zeltdach verläuft.
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Fabian Lang steht vor dem Olympia-Zeltdach. Der Boden und die uneben verlaufende Fläche sieht er als ungeeignet zum Skaten.

Skater können in München im Winter ihrem Sport nicht nachgehen. Die grün-rote Stadtratskoalition schlägt Flächen unter dem Olympia-Zeltdach und Jutierhalle vor.

  • München verfügt über keine Actionsporthalle.
  • Skater können deswegen im Winter ihrem Sport in der Stadt nicht nachgehen.
  • Die grün-rote Stadtratskoalition hat zur Zwischennutzung nun Flächen unter dem Zeltdach im Olympiapark und die Jutierhalle vorgeschlagen.

Olympiapark/Neuhausen - „München verfügt über keine vernünftige Skatehalle“, klagt Fabian Lang. Der 31-Jährige ist Skater und steht bis zu sechs Tage in der Woche auf seinem Brett. „Im Winter kann man den Sport aber vergessen“, so Lang. Notgedrungen nutzen er und andere Skater also U-Bahnschächte oder Tiefgaragen, bauen dort Rampen. „Das ist aber mit Einschränkungen verbunden, meist teuer und aufwändig für die ehrenamtlichen Betreiber“, so der Maxvorstädter.

Skaten in München im Winter: Flächen unter Zeltdach im Olympiapark und Jutierhalle zur Zwischennutzung vorgeschlagen

Der Bedarf einer Skate- oder Actionsporthalle ist also groß. Das weiß auch die grün-rote Stadtratskoalition: In einem Antrag fordert sie die Stadtverwaltung auf, Skatern in München eine Halle zur Verfügung zu stellen, um dort ihrer Sportart im Winter nachgehen zu können. Als Vorschläge werden die Jutierhalle in Neuhausen und Freiflächen unter dem Zeltdach im Olympiapark genannt.

Bei der Jutierhalle müssten die Böden ebenfalls überprüft werden, erklärt Lang.

Lang gefällt, dass die Stadt aktiv Vorschläge einbringt, jedoch warnt er vor zu eiliger Freude: „Die Idee, im Olympiapark unter dem Zeltdach zu skaten, ist zwar nett, aber im tiefen Winter ist man trotzdem in der Kälte. Die Jutierhalle wäre da besser, jedoch müssen die Voraussetzungen stimmen. Nicht jede Halle ist als Skatehalle geeignet.“

Skaten in München im Winter: RBS prüft, ob Action-Sport-Zentrum in Pasing in kleinerem Umfang doch realisierbar ist

Thomas Groß, Sprecher des Referats für Bildung und Sport (RBS), bestätigt auf Hallo-Nachfrage: „Bei schlechter Wetterlage und vor allem im Winter haben Skater aktuell in München noch keine offizielle Möglichkeit, ihren Sport auszuüben.“ Aktuell prüfe das RBS, welche Möglichkeiten es für Zwischennutzungen gibt. In diese Prüfung fallen auch die Jutierhalle sowie Flächen unter dem Olympia-Zeltdach, so Groß. Ferner untersuche das Referat, ob das auf Eis gelegte Action-­Sport-Zentrum in Pasing in kleinerem Umfang und mit reduzierten Kosten realisierbar sei.

Skaten in München: Kommunalreferat hält Jutierhalle für ungeeignet - Olympiapark benötigt Antworten für konkrete Gespräche

Andreas Sigl, Sprecher des Kommunalreferats, hält die Jutierhalle dafür nicht geeignet: „Im derzeitigen Zustand ist die Jutierhalle nicht nutzbar.“ Es gebe weder Strom-, Wasser- oder Abwasserleitung noch sei sie barrierefrei erreichbar. „Eine Nutzung als Skateanlage fordert hohe Investitionskosten in Erschließung und Verkehrssicherheit und würde noch mehr Aufmerksamkeit auf das Gelände ziehen und die Konflikte mit der Nachbarnutzung verstärken“, so Sigl weiter.

Auch Olympiapark-Sprecher Tobias Kohler zweifelt: „Für konkrete Gespräche dazu bedarf es noch Antworten auf offene Fragen zu Organisatorischem, Finanzierung und Sicherheit.“

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