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Peter Lipps ist neuer Seniorenbeirat in Moosach: Wofür er sich einsetzen möchte

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Von: Benedikt Strobach

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Peter Lipps vor der Bank an der Bushaltestelle Pelkovenstraße, die er beantragt hatte. An der Kreuzung Dachauer, Bauberger- und Pelkovenstraße würde er die Grünphase der Fußgängerampel verlängern. Auch wären mehr öffentliche Toiletten, etwa am Moosacher Stachus, gut.
Peter Lipps vor der Bank an der Bushaltestelle Pelkovenstraße, die er beantragt hatte. An der Kreuzung Dachauer, Bauberger- und Pelkovenstraße würde er die Grünphase der Fußgängerampel verlängern. Auch wären mehr öffentliche Toiletten, etwa am Moosacher Stachus, gut. © Benedikt Strobach

Sie vertreten die Interessen aller Münchner ab 60: die Mitglieder der Seniorenvertretung. Zu Beginn der neuen Amtszeit hat Hallo die neu oder wiedergewählten Beiräte getroffen – um über die Belange, Probleme oder Chancen in den jeweiligen Vierteln zu sprechen.

Moosach - Eigentlich sei das Leben im Stadtbezirk ziemlich problemfrei, findet Peter Lipps. Der 79-Jährige ist Moosachs designierter neuer Seniorenbeirat. „Jetzt werde ich den Job auch machen“, sagt er.

Neuer Seniorenbeirat in Moosach: Unterstützung für mobilitätseingeschränkte Menschen

Fremd ist Lipps die Arbeit für Anwohner über 60 nicht: Seit 2010 bringt er sich in der Senio­renvertretung des Bezirks ein. Durch Nachbarschaftshilfe oder Alten- und Servicezentrum (ASZ) gebe es bereits verschiedene Angebote. Ein allgemeines Problem sieht er aber in der Beteiligung. In Moosach seien nur sechs der sieben Vertreterstellen besetzt. So erreiche man nicht alle Älteren.

Doch auch andere Probleme beschäftigen die Seniorenvertretung in Moosach. „Wir haben zu wenig Sitzgelegenheiten im Viertel. Gerade für ältere Menschen, die lange Strecken nicht am Stück laufen können, sind regelmäßige Bänke wichtig“, sagt der 79-Jährige. Gerade in den Parks im Viertel würde er sich mehr Pausenmöglichkeiten wünschen. Auch achtlos weggeworfene E-Scooter, etwa am Rangierbahnhofsgelände, stören ihn. „Das sind Hindernisse für mobilitätseingeschränkte Menschen“, sagt der Moosacher.

Mehr Zeit, Sauberkeit und Sitzmöglichkeiten: Dafür möchte sich der neue Seniorenbeirat einsetzen

Ein weiteres Problem hat mit öffentlichen Toiletten zu tun. „Davon gibt es auch zu wenige“, ärgert sich Lipps. Etwa am Memminger Platz oder am „Moosacher Stachus“, dem Platz mit dem Brunnen an der Kreuzung Pelkoven-, Bauberger- und Dachauer Straße, könnten weitere Anlagen aufgestellt werden.

Peter Lipps möchte sich für mehr öffentliche Toiletten in Moosach einsetzen, etwa am „Moosacher Stachus“.
Peter Lipps möchte sich für mehr öffentliche Toiletten in Moosach einsetzen, etwa am „Moosacher Stachus“. © Benedikt Strobach

An der Kreuzung sieht er noch ein weiteres Problem: „Die Grünphase der Fußgängerampel über die Dachauer Straße ist zu kurz. Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, müssen so zwangsläufig auf der Mittelinsel warten.“ Die Dauer der Phase müsse verlängert werden, findet der Moosacher.

„Wir haben leider auch große Probleme mit Betrugsanrufen von falschen Polizisten“, erklärt Lipps. Die Polizei weise bei Kursen im ASZ zwar bereits darauf hin. „Jedoch nehmen auch hieran zu wenig Senioren teil.“

Doch am Ende überwiegt für Lipps das Positive. „In Moosach können Senioren in Ruhe alt werden.“ Und bei den Bänken sieht er schon Besserung: Er selbst hat erfolgreich eine an der südlichen Bushaltestelle „Pelkovenstraße“ beantragt.

Auch mit den Seniorenbeiräten aus Feldmoching-Hasenbergl und Unterföhring hat Hallo über die Verbesserungsmöglichkeiten in ihren Vierteln gesprochen.

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