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Unterföhrings neuer Seniorenbeirat stellt sich vor: Die Ziele und Fokuspunkte

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Von: Benedikt Strobach

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Barrierefreie Übergänge, geschlossene Toiletten am Kirchenfriedhof oder mehr Sitzgelegenheiten in der Gemeinde: Der Unterföhringer Seniorenbeirat hat viele Themen auf der Agenda.
Barrierefreie Übergänge, geschlossene Toiletten am Kirchenfriedhof oder mehr Sitzgelegenheiten in der Gemeinde: Der Unterföhringer Seniorenbeirat hat viele Themen auf der Agenda. © privat

Sie vertreten die Interessen aller Münchner ab 60: die Mitglieder der Seniorenvertretung. Zu Beginn der neuen Amtszeit hat Hallo die neu oder wiedergewählten Beiräte getroffen – um über die Belange, Probleme oder Chancen in den jeweiligen Vierteln zu sprechen.

Unterföhring Nicht nur in München wurde gewählt: Auch Unterföhring hat seit diesem Jahr einen neuen Seniorenbeirat. Fünf Mitglieder gehören dem Gremium an (Foto, v. li.): Reinhard Maschewski, Irmgard Geßner, Elke Volker, Rita Koller-­Goertz und der Vorsitzende Wolfgang Schwaiger. Für die nächsten drei Jahre setzen sie sich für die Senioren in der Mediengemeinde ein.

„Seit Mai haben wir ein neues Seniorenberatungszentrum“, erklärt Schwaiger. Dort kümmern sich vier Mitarbeiter um die Anliegen der älteren Generation. „Das Angebot wird gut angenommen. Das ist auch wichtig, weil es zuvor sehr dünn war“, sagt der Vorsitzende. Wichtig wäre zusätzlich eine Koordinierungsstelle für Senioren. „Dabei soll es vor allem darum gehen, die richtigen Ansprechpartner zu vermitteln. Viele Senioren wissen nicht, an wen sie sich bei Problemen wenden können.“

Neue Seniorenvertretung in Unterföhring: Die Ziele der Delegierten

Für Schwaiger ist das wichtigste Ziel: der Stimme der Senioren Nachdruck zu verleihen. „Oft werden sie nicht gehört. Wir versuchen, auch unpopuläre Meinungen durchzudrücken.“ Seiner Stellvertreterin Koller-Goertz ist es wichtig, dass Senioren in Würde altern dürfen. „Gerade kranke Menschen spüren es besonders, wenn sie links liegen gelassen werden. Das haben sie nicht verdient“, erklärt sie.

Geßners Fokus liegt auf Demenzbetreuung. „Viele erkennen die Krankheit gar nicht. Leider gibt es hierfür zu wenige geschlossene Einrichtungen.“ Auch eine Demenz-WG, bei der sich neben Pflegekräften auch Angehörige mit einbringen, wäre eine Idee. „So würden die Pflegenden entlastet“, sagt Geßner. Maschewski, neu im Beirat, möchte konkrete Belange der Senioren umsetzen. „Ich wurde etwa angesprochen, dass die Toiletten am Kirchenfriedhof zu Anlässen wie Beerdigungen nicht geöffnet sind. Das ist ein Thema, das wir ändern müssen.“

Offene Toiletten bei Beerdigungen in Kirchen fordert der Beirat.
Offene Toiletten bei Beerdigungen in Kirchen fordert der Beirat. © Benedikt Strobach

Zudem fehlen ihm zwischen Aschheimer Weg und der Kleingartenanlage an der Birkenhofstraße Sitzgelegenheiten zum Ausruhen. Dieses Thema werde bereits angeschoben, beruhigt Volker, die ebenfalls neu im Gremium ist. Sie beschäftigt sich mit Infrastruktur-Fragen. „Stolperstellen an Fußgängerüberwegen sind für Menschen mit Rollatoren schwierig zu überqueren. Man arbeite daran, das Kleinsteinpflaster, wie an der Föhringer Allee, durch Asphalt zu ersetzen.

Auch für barrierefreie Fußgängerüberwege will sich der Seniorenbeirat einsetzen.
Auch für barrierefreie Fußgängerüberwege will sich der Seniorenbeirat einsetzen. © Benedikt Strobach

Auch für eine lebendige Ortsmitte und betreute Wohnangebote will sich die neue Seniorenvertretung einsetzen. Jeden Dienstag findet eine Sprechstunde des Beirats von 11 bis 12 Uhr am St.-Valentin-­Weg 20 statt.

Hallo sprach zuvor schon mit den neuen Seniorenbeiräten aus Moosach und Feldmoching-Hasenbergl über Probleme in ihren Vierteln.

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