München zum Sammeln

Neues Album mit 85 Bild-Motiven aus 850 Jahren

München Fabian (10) macht es, Launora (8) macht es, Justin (10) und Kilian (10) machen es auch: Die Schüler der Grundschule an der Burmesterstraße in Freimann sammeln leidenschaftlich Sticker. Ob Fußballer, Pferde oder Zeichentrickfiguren – in den Pausen und in der Freizeit wird eifrig getauscht und um die wertvollsten Bilder gefeilscht. Neuerdings stehen auch Bilder hoch im Kurs, die etwas mit München zu tun haben. 85 Stück gibt es davon, und sie gehören ins Münchner Sammelalbum, das jetzt beim Sommerfest der Grundschule vorgestellt wurde. Und die Kinder nahmen es gleich hervorragend an, sammelten Bilder an den verschiedenen Ständen und setzten sich in Tausch-Gruppen zusammen. „Das Album ist voll klasse, total abwechslungsreich“, meint Jakob (9). Und Charlotte (9) freut sich darüber, „dass das Album und die Bilder umsonst sind“. Denn sonst würden sie und ihre Freunde immer ihr Taschengeld für die Sticker opfern. Schöner Nebeneffekt des Sammelns für das München-Album mit Erklärtexten: Die Kinder lernen auf diese Weise die Geschichte der Landeshauptstadt kennen – und zwar aus 850 Jahren! So gibt es etwa Bilder der Bürgermeister, Bilder aus der Gründungszeit, von wichtigen Plätzen und von Persönlichkeiten, die die Stadt geprägt haben. Das begehrteste Bild ist aber nicht etwa Franz Beckenbauer oder OB Christian Ude – es ist der Pumuckl. Und warum? „Ganz einfach“, sagt Justin, „der ist am seltensten und am schwersten zu bekommen“. Tanja Bitterer Nach 30 Jahren erscheint zweite Auflage des Albums Das Münchner Sammelalbum ist keine neue Idee – aber eine bewährte: Schon 1978 organisierte der Verein Pädagogische Aktion das erste Album mit 240 Bildern. 30 Jahre später, zum 850. Stadtgeburtstag, erinnerte sich Cora Kalenga daran – sie sammelte damals eifrig, zusammen mit ihrem Bruder. Die Lehrerin kontaktierte den Verein Pädagogische Aktion/SPIELkultur und erstellte mit Karla Leonhardt-Zacharias ein Konzept für ein ähnliches Album, schrieb die Texte und suchte die Bilder aus. Die Idee, die hinter dem Projekt steckt, ist, „dass sich Eltern mit ihren Kindern spielerisch mit der Münchner Geschichte beschäftigen“, sagt Cora Kalenga. Darüber hinaus lernen Jung und Alt auch Einrichtungen kennen, die ihnen bisher vielleicht noch nicht bekannt waren. Denn die Bilder fürs Album gibt es zum Beispiel im LEO 61, im Kinder- und Jugendmuseum, im Spielhaus am Westkreuz und bei den Kinderbibliothekaren. Finanziert worden ist das Projekt vom Verein und durch die Stiftung „Für Kinder und Jugendliche unserer Stadt“ der Sparkasse München, die 11 600 Euro gespendet hat. Weitere Infos zum Album gibt es unter www.leolinus.de.

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