Gezielte Kontrollen in der Szene

Polizei München gegen Raser und Poser – Gezielte Kontrollen im Stadtgebiet gegen illegale Straßenrennen und Tuning-Vergehen

ARCHIV - Nach der Fahrt über eine rote Ampel wird ein Pkw-Fahrer am 22.06.2015 in Berlin von einem Polizeibeamten angehalten. (zu dpa "Bundesrat berät über schärfere Sanktionen für Verkehrssünder" am 22.09.2017) Foto: Rainer Jensen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
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Polizei-Kontrollen

Illegale Straßenrennen und Auto-Poser führen in München immer wieder zu Beschwerden aus der Bevölkerung. Die Polizei führte jetzt eine groß angelegte Kontrolle in der Szene durch.

  • Die Polizei in München geht gegen illegale Straßenrennen und Autoposer vor.
  • Den Beamten gingen mehrere Raser ins Netz.
  • Die Kontrollen beinhalten auch illegales Tuning.

In mehreren Stadtviertel in München häufen sich bei der Polizei Meldungen und Beschwerden über illegale Straßenrennen. Auch über sogenanntes Poserverhalten, bei dem sich überwiegende junge Männer an geeigneten Örtlichkeiten treffen und sich gegenseitig mit hochmotorisierten und getunten Autos imponieren, wird sich oft beklagt.  

Aus diesem Grund schlossen sich am Freitag, mehrere Dienststellen der Polizei München mit der Einsatzhundertschaft und der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsüberwachung zusammen, um gezielt gegen die Autoposer- und Raserszene vorzugehen. An verschiedensten Örtlichkeiten wurde das Fahr- und Geschwindigkeitsverhalten gezielt überwacht. 

Polizei München kontrolliert gezielt gegen Raser

Hierbei gingen der Polizei eine Vielzahl von Rasern ins Netz, wobei gleich mehrere innerhalb der geschlossenen Ortschaft mit mehr als 100 km/h gemessen wurden. 

In München ist zu schnelles Fahren keine Seltenheit. Ein Raser fuhr knapp 200 km/h und wurde auf kuriose Art von der Polizei erwischt.

Insgesamt wurden bei der groß angelegten Kontrolle rund 250 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Spitzenreiter war hierbei ein 57-jähriger Porsche-Fahrer aus dem Münchner Landkreis, der auf der Ingolstädter Straße bei erlaubten 50 km/h mit 149 km/h gemessen wurde. Ihm droht nun ein Bußgeldverfahren in Höhe von 680 Euro, zwei Punkte im Verkehrszentralregister und ein dreimonatiges Fahrverbot. 

Die Zentrale Bußgeldstelle wird in der Regel bei dieser Überschreitung von mehr als dem Doppelten der erlaubten Geschwindigkeit, wohl einen Tatvorsatz vorwerfen, wodurch sich das Bußgeld verdoppelt.  

Die Ingolstädter Straße ist ein Hotspot für Raser. Oft sind Führerscheinentzug und Bußgeldstrafe die Folgen.

Illegales Tuning im Visier - Polizei in München kontrolliert Auto-Poser

Der technische Zustand der Kraftfahrzeuge stand im Fokus Kontrollen. Hierbei fielen einige nicht zulässige Veränderungen auf, welche die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigten. Zwei Fahrzeuge wurden zur Erstellung eines Gutachtens abgeschleppt. 

Auch an den einschlägigen Treffpunkten, wie öffentliche Parkhäuser und Tankstellen, wurden Kontrollen durchgeführt: Hierbei wurden von mehr als 50 Personen die Personalien festgestellt und Platzverweise ausgesprochen. 

Da auch bei den Tankstellenbetreibern diese Szene unerwünscht ist, wurden ihnen durch den Pächter einer großen 24-Stunden-Tankstelle in Moosach Hausverbote erteilt. Sollten die Betroffenen erneut das Tankstellengelände betreten, droht ihnen eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruches. 

Die Münchner Polizei führt solche Kontrollen in regelmäßigen Abständen im Münchner Stadtgebiet durch. Unter anderem führt die Polizei verstärkt Kontrollen auf der Ingolstädter Straße ein.

Polizeipräsidium München/jh

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