Schwerpunktaktion in Freimann

Polizei München sperrt „Autoposer“ auf Parkplatz ein - Doch die Szene lernt nichts aus der Kontroll-Aktion

Die Polizei kontrolliert sogenannte „Auto-Poser“. (Symbolbild)
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Die Polizei kontrolliert sogenannte "Auto-Poser“. (Symbolbild)

Bei einer Kontroll-Aktion in der Autoposer-Szene hagelt es Anzeigen wegen Verstößen gegen Corona-Regeln. Und die Polizei München kommt auch weiterhin nicht zur Ruhe...

Auf einem Parkplatz in einem Gewerbegebiet in Freimann trafen sich am Samstag mehrere Fahrzeuge aus der sogenannten „Autoposer“-Szene. Die Polizei München bekam davon Wind und führte dort eine Schwerpunkt-Kontrolle durch.

Der Hintergrund für diese Kontroll-Aktion ist laut Polizei, dass sich immer wieder überwiegend jüngere Männer an geeigneten wechselnden Plätzen treffen und dort gegenseitig mit hoch motorisierten oder auch getunten Kraftfahrzeugen imponieren.

Bei diesen Treffen komme es immer wieder zu Verkehrsordnungswidrigkeiten nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) und der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Dazu werden auch vereinzelt Straftaten, wie z.B. verbotene Kraftfahrzeugrennen nach dem Strafgesetzbuch (StGB) begangen.

Dazu werde auch immer wieder gegen die Regeln in der Corona-Pandemie nach dem Bayerischen Infektionsschutzgesetz verstoßen.

Polizei München sperrt für Kontroll-Aktion in „Autoposer“-Szene einen Parkplatz in Freimann ab

Im Rahmen der Kontroll-Aktion wurde nach 20:00 Uhr der Parkplatz, der als Treffpunkt diente, zunächst von der Polizei abgesperrt. Nur Fahrzeuge, bei denen es sich glaubhaft um Kundschaft für das zugehörige Geschäft handelte, konnten das Gelände unkontrolliert wieder verlassen.

Bei den anderen Personen und Kraftfahrzeugen wurden intensive Kontrollen durch die Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsüberwachung (VPI VÜ) durchgeführt.

Insgesamt wurden hier 100 Fahrzeuge mit 162 Personen festgestellt, die einen Zusammenhang mit der sogenannten Autoposer-Szene hatten. Alle 162 Personen wurden wegen der Teilnahme an einer Veranstaltung im Sinne der Bayerischen Infektionsschutzverordnung angezeigt und belehrt.

Dazu wurde ihnen vom Geschäftsführer des Betriebes, zu dem der Parkplatz gehört, ein Hausverbot ausgesprochen.

Bei sieben Fahrzeugen hatte die Kontrolle ein Erlöschen der Betriebserlaubnis zur Folge, ansonsten konnten bei den Kraftfahrzeugen noch weitere verkehrsrechtliche Verstöße festgestellt werden.

Die Kontroll-Aktion wurde schließlich gegen 23:30 Uhr beendet.

Die „Autoposer“-Szene lernt nichts aus der Kontroll-Aktion der Polizei München

In der gleichen Nacht kam es dann zwischen 00:20 Uhr und 01:15 Uhr zu einer weiteren Kontroll-Aktion an der gleichen Örtlichkeit. Hier hatten sich erneut Szenefahrzeuge aus dem „Autoposer“-Bereich zusammengefunden. Hier konnten letztendlich 22 Fahrzeuge mit 44 Insassen festgestellt und kontrolliert werden.

Ergänzend zu den Kontrollaktionen wurden rund um Parkplatz während der gesamten Einsatzzeit Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Hierbei konnten insgesamt 105 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt werden. Spitzenreiter war hier ein Pkw, der bei erlaubten 50 km/h mit 128 km/h festgestellt wurde.

Polizei kassiert Führerschein eines 18-Jährigen

Im weiteren Verlauf fiel noch ein 18-jähriger Fahrzeugführer auf, der mit einem Sportwagen seines Vaters mit einer Geschwindigkeit von 108 km/h unterwegs war. Er befindet sich erst seit Oktober 2020 im Besitz einer Fahrerlaubnis. Diese wird ihm nun im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens voraussichtlich wieder entzogen.

Illegale Straßenrennen und Auto-Poser führen in München immer wieder zu Beschwerden aus der Bevölkerung. Die Polizei führte eine groß angelegte Kontrolle in der Szene durch.

Polizeipräsidium München/jh

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