In der Münchner Olympiahalle

Polizeieinsatz bei Konzert: Großaufgebot, scharfe Kontrollen und über 50 Anzeigen

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Münchner Polizei rückt mit Großaufgebot zur Olympiahalle an und kontrollierte die Zuschauer auf Drogen - mit Erfolg. Und ein Nachspiel haben die Ereignisse auch...

München - Am Abend des 06.12.2019 fand in der Olympiahalle in München ein Konzert statt. Für das Rap-Duo Bonez MC und RAF Camora sind Razzien nichts neues. Genau das gleiche Spielchen fand bereits bei ihrem Konzert im Februar statt. Damals kam es zu zahlreichen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Zudem wurde eine Vielzahl an Fahrten unter Drogeneinfluss, welche eine erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen, festgestellt. 

Aufgrund dieser Erfahrungen waren etwa 170 Polizeibeamte im Einsatz. Darunter Beamte des Kriminalfachdezernats 8 (Betäubungsmittelkriminalität), speziell geschulte Beamte zur Verfolgung von Fahrten mit Fahrzeugen unter Drogeneinfluss, sowie Einheiten der Münchner Einsatzhundertschaft und des Unterstützungskommandos (USK). 

Der Großteil der Polizeibeamten war mit Verkehrsmaßnahmen und der Gewährleistung einer friedlichen und sicheren Veranstaltung betraut. Im Verlauf des Einsatzes kam es zu insgesamt 22 Anzeigen gegen das Betäubungsmittelgesetz und einiger anderer Straftaten (u.a. Diebstahl und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte). 

Zudem wurden 31 Fahrten unter Drogeneinfluss registriert. 

Richterliche Beschlüsse gegen Musiker durchgesetzt

Im Anschluss an das Konzert wurden richterliche Beschlüsse gegen zwei an der Veranstaltung beteiligte Musiker vollzogen, die bereits im Vorfeld des Auftritts durch einen Richter erlassen wurden. 

Nachspiel für viele Fans in den sozialen Netzwerken

Infolge dessen kam es insbesondere auf dem Instagram-Account der Münchner Polizei zu zahlreichen Anfeindungen, Beleidigungen und Bedrohungen gegen die Polizei. Dort getätigte Äußerungen werden momentan in strafrechtlicher Hinsicht geprüft und werden konsequent angezeigt werden. Darüber hinaus werden die in diesem Zusammenhang aufgefallen Nutzer an Instagram gemeldet. 

Die Polizei teilt mit, dass die Meinungsfreiheit zwar ein wichtiges Grundrecht sei und die Polizei München sich auch in Zukunft kritischen Äußerungen stellen werde. Dabei gilt es zu beachten, dass weder das Internet, noch Veranstaltungen aller Art, ein rechtsfreier Raum sind. Durch die Polizei München werden Gesetzesverstöße nicht toleriert und Straftaten, gleich welcher Art, konsequent verfolgt.

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