Was wird neu 2020?

„Den Viertel-Charakter erhalten“ – Das ist das Motto für 2020, erklärt der BA-Chef

Bezirksausschuss-Vorsitzender Wolfgang Kuhn (SPD).
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Bezirksausschuss-Vorsitzender Wolfgang Kuhn (SPD).

Was passiert gerade im Viertel und was wird 2020 noch geschehen. BA-Vorsitzender Wolfgang Kuhn gibt für Hallo seine Jahresvorschau...

Moosach – Auch sein zweites Jahr als Bezirksausschuss-Vorsitzender hat Wolfgang Kuhn (SPD) erfolgreich bewältigt. Besonders erfreut habe ihn die reibungslose Zusammenarbeit des BA. In Hallo spricht er über die Wichtigkeit von Wirtshäusern, den Erhalt des Moosacher Charakters und Pläne zum Ausbessern eines Missverständnisses.

Herr Kuhn, auf welche 2019 umgesetzten BA-Projekte sind Sie stolz?
Da gibt es einige. Um ein Beispiel zu nennen: Wir haben es geschafft, dass in der Feldmochinger Straße nun Tempo 30 gilt. Dadurch konnten wir die Anzahl abgefahrener Spiegel und den Lärm durch die Autos für die Anwohner deutlich reduzieren. Auch die voraussichtliche Rettung des Spieglwirts freut mich.

Wie geht es denn mit dem Wirtshaus weiter?
Die Augustiner Brauerei hat den Spieglwirt gekauft und will ihn bis 2021 sanieren. Derzeit steht die Brauerei mit der Denkmalschutzbehörde in Kontakt, wie weit die Gespräche fortgeschritten sind, kann ich derzeit nicht sagen. Jedoch sollen dieses Jahr konkrete Details vorliegen. Wichtig ist das Thema, weil wir die wenigen Gaststätten, die wir haben, unbedingt erhalten müssen – sie gehören zum Moosacher Charakter.

Wie zeigt sich dieser Moosacher Charakter noch?
Da gäbe es unser Maifest am Moosacher St.-Martins-Platz, das auch dieses Jahr wieder stattfinden wird. Manche sagen mir, dass sie das sehr ländlich finden, aber für mich gehören diese Festivitäten zu Moosach dazu. Auch die Mittelschule an der Leipziger Straße ist beinahe schon ein Wahrzeichen für das Stadtviertel. 

2020 soll die Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Mittelschule an der Leipziger Straße erste Ergebnisse liefern.

Im Rahmen der dazu laufenden Machbarkeitsstudie wurde ursprünglich auch geprüft, ob die Schule abgerissen werden kann. Hiergegen hat der BA sich von der ersten Sekunde an stark gemacht. Nun soll die Schule saniert werden.

Der zusätzliche Pavillonbau am Sportplatz (u.) gegenüber geht in Betrieb.

Gibt es noch weitere Schulbauprojekte, die heuer anstehen?
Die Grundschule an der Emmy-Noether-Straße wird dieses Jahr fertiggestellt. Das dazugehörige Wohngebiet wird aber noch etwas länger brauchen. Bei planmäßigem Verlauf wird die Schule zum Schuljahr 2020/21 in Betrieb genommen.

Wie geht es mit den Gubes weiter?
Die Gubes wohnen in dem Gebäude in der Baubergerstraße nur für sechs bis zwölf Monate bis zu dessen Abriss. Jedoch ist der Plan, das Projekt fortzuführen. Sollten weitere alte GWG-Gebäude frei werden, könnten die Gubes diese zur Zwischennutzung beziehen.

Und im Vilniuspark?
An einer Lösung des Missverständnisses im Park arbeiten wir bereits. Zunächst wird das Baureferat den jetzigen Weg im Frühjahr hell abstreuen. Dann wird es einen weiteren Ortstermin mit Referat, BA und Bürgern geben, bei dem verschiedene Möglichkeiten der Wegerschließung ausdiskutiert werden. Möglichkeiten wären zum Beispiel eine vollständige Asphaltierung oder eine längere, wassergebundene Strecke.

Bauvorhaben kommen in Bewegung

Feldmoching/Hasenbergl – Ein neues Schulgebäude in Feldmoching, Nachverdichtung in einem Wohngebiet im Hasenbergl: Im 24. Stadtbezirk wird sich 2020 einiges tun, wie der BA-Vorsitzende Markus Auerbach (SPD) weiß. In Hallo verrät er, was die Stadtviertel im neuen Jahr erwartet:

Das Provisorium für das Gymnasium Feldmoching an der Georg-Zech-Allee wird fertig und dient ab Frühjahr den Schülern der Eduard-Spranger-Mittelschule, ab dem neuen Schuljahr auch den Gymnasiasten als temporärer Schulstandort. 

„Die Unterrichtswegsicherheit ist noch in Klärung, aber machbar“, versichert der Viertelchef. 

Während hier die Bebauung endet, beginnen 2020 an der Hochmuttinger Straße die Arbeiten für das dort entstehende Neubaugebiet mit etwa 600 Wohnungen. Zudem erwarte der SPDler, dass der Stadtrat einen Aufstellungsbeschluss für den Neubau einer gemeinsamen Feuerwehrwache von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr Feldmoching fassen wird. Deren Standort wird südwestlich der Bahnschranke an der Lerchenauer Straße gegenüber der Bezirkssportanlage sein.

Das Wohnunternehmen Dawonia verdichtet in der Linkstraße nach. 250 neue Wohnungen und eine eingeschossige Tiefgarage sollen entstehen. Ferner werden die Bestandsbauten thermisch saniert. Der BA habe sich dabei besonders dafür eingesetzt, dass in die schon vorhandenen Wohnungen möglichst wenig eingegriffen werde, betont Auerbach.

Die Bauarbeiten am siebten städtischen Gewerbehof der MGH an der Wilhelmine-Reichard-Straße stehen kurz vor dem Abschluss. Auf knapp 10 000 Quadratmetern Geschossfläche können sich dort dann bis zu 50 kleine und mittelständische Betriebe ansielden. Auch der Umbau der Grundschule in der Waldmeisterstraße geht weiter. Die Fertigstellung erfolge laut Baureferat aber erst 2024.

„Bahnwärter Thiel“ am Geisterbahnhof?

„Es soll etwas Neues, Modernes dort entstehen. Junge Leute sollen sich dadurch angesprochen fühlen“, sagt Wolfgang Kuhn zu den Umgestaltungsplänen des stillgelegten S-Bahnhofs Olympiastadion in Moosach. 

Einer der Interessenten laut Kuhn: Daniel Hahn vom Kulturprojekt „Bahnwärter Thiel“

Auf Hallo-Nachfrage sagte Daniel Hahn, dass er bereits in den Jahren 2014, 2015 und 2017 den Bahnhof zur Umgestaltung angefragt habe. Heute besteht immer noch Interesse daran: „Auch jetzt würden uns einige tolle Ideen zu dem Bahnhof einfallen und wir würden uns freuen, wenn der Bahnhof langfristig einer kreativen Nutzung zugeführt werden würde. Er bietet tolle Möglichkeiten für ein besonderes Kulturprojekt“, so Hahn weiter. Konkrete Ideen habe er auch schon, jedoch sei der Bahnhof denkmalgeschützt und sanierungsbedürftig. Daher müsse man abwarten, was Stadt und Denkmalschutz vorgeben. „Wenn ein gemeinsamer Nenner gefunden wird und wir den Zuschlag erhalten, werden wir das detaillierte Konzept auch bekannt geben können“, so Hahn weiter. 

Benedikt Strobach

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