Moosacher sind empört

Kriegerdenkmal verschandelt – Gesamtverein erstattet Anzeige 

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Das Kriegerdenkmal beim Pelkovenschlössl am Moosacher St. Martins Platz.

„Deutschland muss sterben!!“ – diese Parole steht auf der Tafel des Kriegerdenkmals beim Pelkovenschlössl am Moosacher St.-Martins-Platz geschrieben.

Moosach – Das Denkmal ist ursprünglich errichtet, um den Gefallenen aus beiden Weltkriegen sowie dem deutsch-französischen Krieg zu gedenken, sind deren Namen nun durch die Sprühfarbe teils nicht mehr lesbar.

Der unschöne Spruch empörte mehreren Personen auf dem gut besuchten Platz an der dortigen U-Bahn-Haltestelle, auch Anwohner Volker Kohlbecher. „Es ist schändlich, dass die letzte Ruhe der Toten so gestört werden muss“, ärgert sich der 83-jährige Moosacher. 

Anwohner Volker Kohlbecher ist nicht erfreut.


Er vermutet, dass das Entfernen der Farbe nicht leicht wird: „Die Lösung für die Farbe muss verdünnt werden, sonst kann es zu Schäden am Kalkstein kommen.“

Alois Lang, Vorsitzender des Gesamtvereins Moosach, der für das Grundstück am Pelkovenschlössl, wo sich das Denkmal befindet, verantwortlich ist, weiß nicht, wer hinter dem Vandalismus steckt.

Für ihn sei die Tat verwerflich, er habe sofort Anzeige gegen Unbekannt erstattet, als er davon erfuhr: „Wir können jetzt nur den Schriftzug entfernen.“ Man könne nur hoffen, dass der Täter gefasst wird, so Lang weiter.

An die benachbarte Friedhofswand wurde mit orangener Farbe „Antifa-Area“ gesprüht. Ob beide Zwischenfälle in Verbindung stehen, weiß man noch nicht.

best

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