Ein Wörtchen mitreden

Gemeinden äußern Bedenken: Werden Unterföhring und Aschheim bei der SEM-Planung außen vor gelassen?

Vom künftigen S- und U-Bahnhof Englschalking (r.u.) soll München durch die SEM Richtung Dornach wachsen. Ohne passendes Verkehrskonzept sehen die Gemeinden Unterföhring und Aschheim diese Entwicklung kritisch.
+
Vom künftigen S- und U-Bahnhof Englschalking (r.u.) soll München durch die SEM Richtung Dornach wachsen. Ohne passendes Verkehrskonzept sehen die Gemeinden Unterföhring und Aschheim diese Entwicklung kritisch.

Die SPD-Ortsverbände aus Unterföhring und Aschheim fürchten die Folgen der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Nordost und äußern diese per offenem Brief. 

  • Die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme zwischen Johanneskirchen und Daglfing ist in voller Planung
  • Die SPD-Ortsverbände der angrenzenden Gemeinden, Unterföhring und Aschheim, fürchten deren Folgen
  • Per offenem Brief an OB Reiter fordern sie echtes Mitspracherecht bei den Planungen

Unterföhring - Die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM), die zwischen Johanneskirchen und Daglfing Wohnraum für bis zu 30 000 Menschen und 10 000 neue Arbeitsplätze schaffen soll, sorgt für große Sorgen vor den Toren der Stadt:

Vorsitzende der SPD-Ortsverbände Aschheim und Unterföhring schreiben offenen Brief an Münchens OB Reiter

In einem offenen Brief haben sich die Vorsitzenden der SPD-Ortsverbände Aschheim und Unterföhring, Kevin Cobbe und Thomas Weingärtner, an OB Reiter gewendet, um ihre Bedenken zu äußern.

Die Kernpunkte: Verkehrs­auswirkungen der Maßnahme, der Erhalt von Grünflächen und vor allem: echtes Mitspracherecht.

Gemeinden fürchten erhebliche Folgen

Weingärtner erklärt: „Unsere Gemeinden werden bei der bisherigen Planung außen vor gelassen. Wir fürchten erhebliche Folgen für uns.“ Die Kreisstraße M3 etwa sei bereits heute überlastet.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsverbands Unterföhring: Thomas Weingärtner.

„Wenn das Nahverkehrskonzept der SEM nicht gut überlegt ist, wird das noch schlimmer“, warnt der Unterföhringer.

Planungsreferat wollte Gemeinden bereits integrieren und bietet Möglichkeit an

Ingo Trömer, Sprecher des städtischen Planungsreferats, versichert auf Hallo-Nachfrage, dass die Gemeinden bereits integriert werden sollten:

„Mit Abschluss des Ideenwettbewerbs Ende Januar war geplant, eine Führung für Mitglieder der Nachbargemeinden und des Landkreises anzubieten.“ Dies sei jedoch Corona-bedingt nicht möglich gewesen.

„Selbstverständlich möchten wir den Dialog mit den Gemeinden weiterführen“, so Trömer weiter. Dazu böten sich unter anderem Sitzungen des Planungsverbands an.

Benedikt Strobach

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kollision an der Schleißheimer Straße: 87-jähriger Radler von Auto erfasst – Ärzte konnte ihm nicht mehr helfen
Kollision an der Schleißheimer Straße: 87-jähriger Radler von Auto erfasst – Ärzte konnte ihm nicht mehr helfen
Unwetter löst Großeinsatz aus: Vermisstensuche am Fasaneriesee - Appell an Badegäste
Unwetter löst Großeinsatz aus: Vermisstensuche am Fasaneriesee - Appell an Badegäste
Antrag im Stadtrat: Kommt in Feldmoching statt KOSMO doch wieder die SEM?
Antrag im Stadtrat: Kommt in Feldmoching statt KOSMO doch wieder die SEM?
Am Oberwiesenfeld: So könnte das neue Quartier auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Areal aussehen
Am Oberwiesenfeld: So könnte das neue Quartier auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Areal aussehen

Kommentare