Schwabing-Freimann

Spitzenkandidatin der SPD

Petra Piloty (SPD)
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Petra Piloty (SPD)

Hallo stellt die Erstplatzierten der Parteien vor, die für den Bezirksausschuss Schwabing-Freimann kandidieren. Sie verraten im Steckbrief auch, wie sie zum geplanten Radschnellweg und zur Entwicklung der Bayernkaserne stehen.

Name: Petra Piloty
Alter: 69 Jahre
Stadtviertel: Schwabing-Freimann
Beruf: Architektin

Mein wichtigstes Ziel im Viertel:
Gentrifizierung in Schwabing eindämmen einerseits und Förderung von sozial- und umweltverträglicher Nachverdichtung (z.B. in Gewerbegebieten) andererseits – Wohnen und Arbeiten in einer gesunden Mischung, damit weniger Verkehr und gleichzeitig lebendige Vielfalt.

Wie stehen Sie zum geplanten Radschnellweg?
Grundsätzlich wichtig – darf aber nicht als Schnellschuss umgesetzt werden. Es wird zunehmend wichtiger, den öffentlichen Raum sinnvoll und stadtbildverträglich aufzuteilen: Fußgänger, Radler, ÖPNV, fahrender und ruhender Individualverkehr, Bäume. Aufenthaltsqualität für Kinder, Junge und Alte ohne Konsumzwang. Da der Platz in bebauten Gebieten nicht vermehrbar ist, muss hier sehr sorgfältig abgewogen werden.

Was muss sich an der Parkplatzsituation im Viertel verändern?
Schwieriges Thema: trotz aller Carsharing Angebote und neuer Fortbewegungsmittel haben Viele doch mindestens ein Auto. Dennoch muss auch der Parkraum aufgeteilt werden: für E-Scooter, E-Bikes, Motorroller und Motorräder, Lastenfahrräder sind (auch zulasten von PKW-Parkplätzen) geordnete Abstellmöglichkeiten zu schaffen – um die Gehwege wieder den Fußgängern zurückzugeben!

Wohnungsbau/Wohnungsnot: Groß in den Medien war erst kürzlich das Beispiel der Parkstadt Schwabing. Wohnungen oder Büros – Wie stehen Sie zu dem Thema?
Wir brauchen beides (Stichwort: Stadt der kurzen Wege), aber in einem ausgewogenen Verhältnis. Ich bedaure sehr, dass in der gewerbelastigen Parkstadt nun noch mehr Büros entstehen werden und statt rd. 900 Wohnungen nur ca: 150 - und die nicht im unteren Preissegment. Urbanität entsteht nur durch Mischung – hoffentlich funktioniert die neue „Urbane Mitte“ trotzdem.

Worauf sollte bei der Entwicklung des Projekts Bayernkaserne wert gelegt werden?
Dass die – maßgeblich von BA und Bürgerschaft mitformulierten - Planungsziele auch umgesetzt werden: Dichte (Stichwort „urbane Gebiete“), Infrastrukturangebote: Bibliothek, Angebote für Jugendliche und Senioren, Einzelhandel und Gastronomie – kein Wohnen in den Erdgeschossen, innovative Mobilitätskonzepte.

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