Konventionell oder kreativ?

Am Oberwiesenfeld: So könnte das neue Quartier auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Areal aussehen

So könnten die Wohngebäude des OPES-Quartiers Am Oberwiesenfeld auf kreativere Weise aussehen.
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So könnten die Wohngebäude des OPES-Quartiers Am Oberwiesenfeld auf kreativere Weise aussehen.

Die zwei Siegerentwürfe zur Bebauung des letzten Teilabschnitts auf dem Knorr-Bremse-Areal sind vorgestellt worden. Beide liefern unterschiedliche Ansätze.

  • Die zwei Siegerentwürfe zur Bebauung des letzten Teilabschnitts auf dem Knorr-Bremse-Areal sind gewählt
  • Beide liefern unterschiedliche Ansätze
  • Nun soll das zielführendere Modell gewählt werden

Milbertshofen - Das neue OPES-Quartier auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Gelände nimmt immer mehr Form an. Nun sind auch die Pläne für den nördlichen Teil des Gebiets Am Oberwiesenfeld auf den Weg gebracht. Hier sollen rund 500 Wohneinheiten, verschiedene Nahversorgungsangebote und ein Pflegeheim entstehen.

Bebauung des Knorr-Bremse-Areals: Siegerentwürfe vorgestellt - beide wurden jeweils einstimmig gewählt

Die Siegerentwürfe stellten Jürgen Büllesbach, Geschäftsführer der zuständigen OPES Immobilien GmbH und Stadtbaurätin Elisabeth Merk sowie die leitende Baudirektorin der Stadt München, Sabine Steger, und Landschaftsarchitektin und Fachpreisrichterin Regine Keller vor.

Dr. Jürgen Büllesbach, Geschäftsführer der OPES Immobilien Gruppe.

Als Sieger hat die Jury jeweils einstimmig die Entwürfe von "Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht" mit "mahl·gebhard·konzepte Landschaftsarchitekten Stadtplaner" sowie von "ingenhoven architects GmbH" mit "WKM Landschaftsarchitekten" prämiert.

Bebauung des Knorr-Bremse-Areals: Erstes Modell erfüllt Rahmenbedingungen gut

Bei ersterem Modell gefalle die nicht lineare Bebauung, welche trotz der guten Schallschutzmaßnahmen nach Norden in alle Richtungen offen gestaltet ist, so Keller. Nach Süden werde die Bebauung aufgelockert und schaffe einen guten Bezug zum Quartierspark.

So könnte das OPES-Quartier Am Oberwiesenfeld auf konventionellere Weise aussehen.

Zudem werden hier die erforderlichen Rahmenbedingungen, wie etwa die Inklusion des Pflegeheims im Nordosten des Quartiers, gut und eindeutig ausgewiesen.

Bebauung des Knorr-Bremse-Areals: Zweites Modell kreativer

Das letztere Modell biete hingegen einen kreativeren Entwurf für die Wohnbebauung: Neben einer geschlossenen Wohnreihe im Norden stehen weiter südlich noch drei höhere Wohntürme, die sich um eine Gemeinschaftsgartenanlage für die Anwohner reihen.

So könnte das OPES-Quartier Am Oberwiesenfeld auf kreativere Weise aussehen.

Diese biete eine schöne Vernetzung mit der öffentlichen Grünfläche im Süden, so Steger. „Die Idee der geschwungenen Wohnhausgestaltung ist kreativ und ungewöhnlich.“

Bebauung des Knorr-Bremse-Areals: Gewinner nach der Sommerpause - Fertigstellung bis Ende 2028

In den kommenden Wochen werde sich OPES mit den Preisträgern in Gespräche begeben. Nach der Sommerpause entscheide man mit dem Planungsreferat über einen Gewinner, so Büllesbach.

Anschließend werde ein Bebauungsplan erarbeitet, bei dem auch die Pläne für das umstrittene Bürohochhaus im Südwesten des Gebiets mit einfließen. Bis Ende 2028 rechne man mit der kompletten Fertigstellung des letzten Bauabschnitts.

So könnten die Wohngebäude des OPES-Quartiers Am Oberwiesenfeld auf konventionellere Weise aussehen.

Da öffentliche Informationsveranstaltungen zu Corona-Zeiten nicht realisierbar sind, sei eine Website zum Vorhaben in Arbeit, auf der Interessierte sich informieren und ihre Fragen dazu stellen können. Diese soll in den nächsten Wochen online gehen, verspricht Büllesbach.

Benedikt Strobach

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