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Faszinierende Bilderwelten unter der Münchner Erde

„Lascaux“: So wird die neue Ausstellung im Olympiapark

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Ein vollständiges Modell der Höhle von Lascaux verdeutlicht den Besuchern, wie eng und klein bestimmte Abschnitte tatsächlich sind.

München – Die Ausstellung „Lascaux – Bilderwelt der Eiszeit“ zeigt detailgetreue Nachbildungen der nicht mehr zugänglichen Originalhöhle. Hallo hat sich dort noch vor der Deutschlandpremiere umgesehen.

Das Foyer der kleinen Olympiahalle ist noch hell beleuchtet, doch mit jeder Treppenstufe hinab in den lichtgedimmten Untergrund begibt man sich weiter in eine magische Welt. Der Ausstellungsort für „Lascaux – Bilderwelt der Eiszeit“ könnte passender nicht sein. Denn unter der Oberfläche des Olympia­parks kommt echte Höhlenstimmung auf. Davon durfte sich Hallo vorab überzeugen. 

Skizzen und Querschnitts-Modelle zeigen, wie die Original-Höhle von Lascaux beschaffen ist.

Die Ausstellung ist in jeder Hinsicht besonders. Die Original-Höhle in Frankreich ist seit den 60er-Jahren für die Öffentlichkeit geschlossen, um die bis zu 19 000 Jahre alten Bilder vor Schimmel zu schützen. Und die aktuelle Ausstellung, die in anderen Ländern bereits Besuchermassen angezogen hat, macht nun erstmals in Deutschland Halt.

Die Cro-Magnon-Menschen sahen aus wie der Mensch von heute.

Der Aufwand, den die Macher betrieben haben, ist enorm: „Für die Teile der Höhlenmalereien, die detailgetreu nachempfunden wurden, hat man nur Werkzeug genutzt, welches auch den Steinzeitmenschen zur Verfügung stand“, erklärt Olivier Retour, der Direktor der Wanderausstellung. Die beeindruckenden Gemälde sind aber nicht nur schön anzuschauen, ihre Größe und Komplexität lieferte der Wissenschaft auch einige Erkenntnisse: „Die Menschen haben in Gruppen zusammengearbeitet. Das heißt, sie müssen miteinander kommuniziert haben und das in einer ausgebildeten Sprache. Mit Grunzen wären sie nicht weit gekommen. Wir haben sogar Spuren von Leitern gefunden“, erklärt Retour.

In München startet der „Höhlen-Rundgang“ mit einer Einführung in die Geschichte der Höhlenmalerei, ehe man sich der Entdeckung der Höhle von Lascaux im Sommer 1940 widmet. Ein 3D-Modell der Höhle, die im Original 250 Meter misst, vermittelt einen Eindruck der Proportionen. 

Hallo-Mitarbeiter Tim Pohl durfte vorab einen Blick in die Ausstellung werfen.

Danach geht es in das Herzstück der Ausstellung: Einige der bedeutendsten Bilder wurden haargenau vermessen und detailgetreu kopiert. Egal ob Bison, Nashorn oder das einzige Abbild eines Menschen – die Besucher können in Ruhe die Kunstwerke der Cro-Magnon-Menschen bestaunen.

Der letzte Raum der Ausstellung wartet mit Hintergrundinformationen rund um das Leben der Steinzeitmenschen, mitsamt ihrer Kunst und ihren Werkzeugen, auf. Der Besucher ist bei alledem nicht auf sich alleine gestellt – informative Texttafeln vermitteln Wissen über einen Ort, der viele Geheimnisse birgt. Denn: Bis heute gibt es nur Mutmaßungen über die Bedeutung der Bilder. Mit der Ausstellung versucht man dennoch, möglichst viel Licht ins Dunkle zu bringen.

Tim Pohl

Die Münchner können „Lascaux – Bilderwelt der Eiszeit“ in der Kleinen Olympiahalle von Mittwoch, 17. April, bis Sonntag, 8. September, besuchen. Nähere Infoemationen und Tickets gibt es unter: www.lascaux-ausstellung.de

Bild beweist, dass es hier Nashörner gab

Die Steinzeit ist sein Metier: Olivier Retour ist der Direktor der Wanderausstellung von Lascaux und kennt sich mit dem Thema bis in das kleinste Detail aus. In Hallo erläutert der Experte die spannenden Hintergründe. von Tim Pohl

Olivier Retour ist Direktor der Wanderausstellung.

Herr Retour, wie ist man vorgegangen, als man die Kopien der Höhle herstellte?
Zuerst hat man die Höhle digital eingescannt. Mit einer speziellen Software konnten wir dann ein 3D-Relief herstellen. Anschließend haben wir Bilder der Höhle auf das Relief geworfen und detailgetreu nachgemalt. Sogar der Staub auf dem Stein wurde angebracht. Dabei hat man nur Werkzeug genutzt, welches auch den Steinzeitmenschen zur Verfügung stand.

Mit multimedialen Informationstafeln wird dem Besucher die Welt der Steinzeit nahegebracht.

Was ist über die Bedeutung der Kunstwerke bekannt?
Wir können nur Theorien aufstellen. Eines ist jedoch sicher: Einige Bilder sind in verwinkelten Ecken der Höhle aufgemalt, die weit entfernt vom Eingang liegen. Für die Menschen war es sehr anstrengend, dort hinzukommen, also müssen sie von einer starken Motivation getrieben worden sein – die Bilder hatten also definitiv eine wichtige Bedeutung für die Menschen.

Die faszinierenden Kunstwerke an der Höhlenwand sind überraschend detailgetreu und vermitteln einen Einblick in das Leben unserer Vorfahren.

Was können wir von der Höhle über die Vergangenheit lernen?
Die Menschen müssen damals schon eine ausgeprägte Sprache gehabt haben. Ohne vernünftige Kommunikation wären diese Bilder nicht möglich gewesen, denn sie wurden in Teams aufgemalt. Auf einem Bild sieht man außerdem ein Nashorn. Das ist der Beweis dafür, dass es mal Nashörner in Europa gegeben haben muss.

Warum sind die Bilder bis heute noch so gut erhalten?
Die Höhle war lange Zeit durch Geröll verschlossen. Somit wurde die Höhle zu einem abgeschlossen Öko-System. Außerdem ist die Höhle eine trockene Höhle, es gibt kein Wasser, welches die Bilder angreifen könnte. Deshalb dürfen heutzutage auch keine Menschen mehr in die Höhle. Durch unseren feuchten Atem kann Schimmel in der Höhle entstehen.

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