Über rote Ampeln, Gehwege und Baustellen

Irre Verfolgungsjagd mit bis zu 170 km/h: Motorradfahrer flüchtet vor Polizei

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Polizei, Symbolbild

Mit 170 km/h ist ein Motorradfahrer vor der Polizei geflüchtet - durch Baustellen und über Gehwege. Obwohl er dadurch zunächst entkam, konnten ihn die Beamten schließlich stellen - und den Grund für dessen schlechtes Gewissen finden

Moosach: Eigentlich war ein Motorradfahrer "nur" 45 km/h zu schnell. Doch als ihn zivile Beamte der Verkehrspolizei München stellen wollten, nahm eine filmreife Verfolgungsjagd ihren Lauf - mit einem doppelt schlechten Ende für den Flüchtenden. 

Als der Motorradfahrer mit seiner Ducati an der Kreuzung der Landshuter Allee mit der Triebstraße zur Verfolgung der Verkehrsordnungswidrigkeit angehalten werden sollte, fuhr dieser bei Rotlicht zeigender Ampel in den Kreuzungsbereich ein und flüchtete vor den Polizeibeamten. 

Rote Ampeln, Gehwege und Baustellen wurden missachtet

Im Anschluss verhielt sich der Motorradfahrer völlig rücksichtslos, fuhr mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 170 km/h. Er überholte andere Verkehrsteilnehmer links und rechts, missachtete mehrere rote Ampeln und benutzte auch Gehwege, um sich der Anhaltung zu entziehen. 

An einer Baustelle auf der Dachauer Straße fuhr der Motorradfahrer zwischen Warnbalken in den gesperrten Baustellenbereich ein, führte dort mehrere Wendemanöver durch und konnte somit einen großen Abstand zum Streifenwagen herausfahren. Nachdem die Polizeibeamten den Sichtkontakt verloren hatten, wurde umgehend mit weiteren Streifenwägen nach dem geflüchteten Motorradfahrer gefahndet. 

Er konnte aber vorerst nicht aufgefunden werden. Die Ermittlungen wurden sofort aufgenommen und trotz einer Manipulation am Kennzeichen (Veränderung der Schriftzeichen mit schwarzem Klebeband) wurde der Halter des Motorrades innerhalb kurzer Zeit ermittelt und an seiner Wohnanschrift angetroffen. 

Täter stand unter dem Einfluss von Drogen

Es handelt sich hierbei um einen 31-jährigen Mann aus München. In der Wohnung konnten die Beamten ebenso einen 31-jährigen wohnsitzlosen Bekannten des Fahrzeughalters antreffen. Beide standen offensichtlich unter dem Einfluss von Drogen. Aufgrund der Statur des Bekannten, seiner Bekleidung und einem mitgeführten Motorradhelm bestand der Verdacht, dass der Bekannte zuvor das Motorrad gefahren hatte. 

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung konnten erhebliche Mengen von Drogen und Bargeld aufgefunden werden. Gegen den Bekannten bestanden zudem mehrere Haftbefehle. 

Motorrad zur Tarnung mit Zweigen bedeckt

Das benutzte Motorrad wurde im späteren Verlauf ca. einen Kilometer von der Wohnung des 31-jährigen Fahrzeughalters entfernt aufgefunden. Es war in einem hochgewachsenen Grünstreifen abgelegt und zur Tarnung mit Zweigen abgedeckt. Beide Personen erwartet nun eine Anzeige wegen des Besitzes, beziehungsweise Handel mit Betäubungsmittel in nicht geringer Menge.

Der 31-jährige Münchner wurde nach der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung wieder entlassen. Gegen den Bekannten des Fahrzeughalters wird zusätzlich eine Anzeige wegen diverser Verkehrsstraftaten sowie erheblichen Verkehrsordnungswidrigkeiten erstattet. Aufgrund der bestehenden Haftbefehle wurde er der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

Quelle: Polizeipräsidium München/fb

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