Gegen Rassismus und Rechtsextremismus

BA Moosach plant Kurzfilm zum Gedenktag des rassistischen Attentats am Olympia-Einkaufszentrum in München

Seit 2020 erinnert die Inschrift des Denkmals am Olympia-Einkaufszentrum in München nicht mehr an einen Amoklauf, sondern an das rassistische Attentat vom 22. Juli 2016.
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Seit 2020 erinnert die Inschrift des Denkmals am Olympia-Einkaufszentrum in München nicht mehr an einen Amoklauf, sondern an das rassistische Attentat vom 22. Juli 2016.
  • Benedikt Strobach
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Das rassistische Attentat am Olympia-Einkaufszentrum in München jährt sich 2021 zum fünften Mal. Der BA Moosach plant zum diesjährigen Gedenktag einen Kurzfilm.

  • Das rassistische Attentat am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München jährt sich 2021 zum fünften Mal.
  • Der BA Moosach plant zum diesjährigen Gedenktag einen Kurzfilm.
  • Der Beitrag soll ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus setzen.

Moosach - Zum fünften Mal jährt sich am 22. Juli 2021 das rassistische Attentat am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ). Der BA Moosach plant deshalb einen besonderen Beitrag.

München: BA Moosach plant Kurzfilm zum Gedenktag des rassistischen Attentat am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ)

„Um den Opfern des rassistischen Attentats zu gedenken und als Beitrag zu einer Erinnerungskultur wird ein Filmclip erstellt“, erklärte Sylvia Holhut (Grüne) die Idee aus dem BA-Arbeitskreis. In dem rund zweiminütigen Beitrag nehmen Moosacher die Opfer symbolisch in ihre Mitte. Der Film solle am Gedenktag gezeigt und später erneut verwendet werden können, so Holhut.

Die Umsetzung übernehmen die BA-Mitglieder Philip Montasser (Grüne) und Bernhard Hölbling (CSU). „Die Kernaussage ist: Die Moosacher halten zusammen. Moosach ist bunt“, erklärt Montasser den Plan. „Der Film ist ein politisches Signal aller BA-Fraktionen gegen Rassismus und Rechtsextremismus – für Moosach und darüber hinaus.“

BA-Mitglied Philip Montasser (Grüne).

Wegen der Finanzierung befinde man sich in Gesprächen mit dem Kulturreferat und der Fachstelle für Demokratie. „Die genauen Kosten werden noch ermittelt“, so Montasser.

Da das Projekt noch am Anfang stehe, möchte man zunächst auf die Moosacher zugehen, so Montasser. Auch die Angehörigen der Opfer sollen miteinbezogen werden. „Ihre Anliegen werden auf jeden Fall berücksichtigt“, verspricht Hölbling. „Wir wollen mit den Dreharbeiten voraussichtlich Ende Mai beginnen.“

Die Idee eines Filmclips ist keine neue: Bereits Anfang 2017 hatten Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums geplant, eine Dokumentation aus der Perspektive der Opfer zu drehen.

München - BA-Vorsitzender in Moosach stellt klar: „Kein Amoklauf, sondern ein rassistisches Attentat am OEZ“

Auch der BA-Vorsitzende Wolfgang Kuhn (SPD) hatte etwas zum Thema zu berichten: „In einer großen Münchner Tageszeitung stand in einem Beitrag über die Aicher Ambulanz ein Satz zum ‚Amoklauf’ am Olympia-Einkaufszentrum“, so Kuhn in der jüngsten Sitzung des Moosacher Gremiums. Das habe ihn so verärgert, dass er sich dafür eingesetzt habe, dass klargestellt wird: „Es handelt sich um ein rassistisches Attentat, nicht um einen Amoklauf.

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