"Für Euch"

Neue Inschrift für Mahnmal  am Olympia-Einkaufszentrum – Stadt München gedenkt allen Opfern von rassistischem Attentat

Die Inschrift am Mahnmal "Für Euch" am OEZ wird von der Stadt München geändert.
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Die Inschrift am Mahnmal "Für Euch" am OEZ wird von der Stadt München geändert.

München ändert die Inschrift für das Mahnmal am Olympia-Einkaufszentrum. Die Stadt entschied dies zusammen mit den Angehörigen der Opfer des dortigen Attentats vom 22.07.2016.

  • Das Mahnmal des Attentats am OEZ bekommt eine neue Inschrift.
  • Die Stadt München hat die Änderung in Abstimmung mit den Angehörigen der Opfer entschieden.
  • Die Tat war anfangs als Amoklauf bezeichnet worden.

Die Inschrift am Kunstwerk „Für Euch“ von Elke Härtel am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München wird geändert. In Abstimmung mit den Angehörigen der Opfer des dortigen Attentats sei entschieden worden, dass sie künftig lauten werde: „In Erinnerung an alle Opfer des rassistischen Attentats vom 22.7.2016“. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit.

Anfangs sei die Tat in der Öffentlichkeit und auf der Inschrift als Amoklauf bezeichnet worden. Trotz vieler Hinweise hätten die bayerischen Sicherheitsbehörden die Morde zunächst nicht als rassistisch motiviertes Verbrechen eingestuft. Erst nach einer mehrjährigen Diskussion und der Intervention der Landeshauptstadt sei die offizielle Bewertung nun dahingehend verändert worden.

München ändert Inschrift für Mahnmal am Olympia-Einkaufszentrum

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erklärte dazu, bereits am ersten Jahrestag der Tat sei das KunstwerkFür Euch“ der Öffentlichkeit übergeben worden. Es sei in enger Abstimmung mit den Angehörigen während der ersten Monate ihrer Trauer entwickelt worden. „Die eindeutige politische Einordnung der Morde als rassistisch motiviertes Attentat ist nun ein weiterer wichtiger Schritt für uns alle. Denn wir alle sind gefordert, uns aktiv gegen rechtsextremes Gedankengut und Menschenverachtung zu positionieren.“

Das Kulturreferat steht laut Mitteilung seit 2016 in engem Austausch mit den Angehörigen und verantwortete die Realisierung und jetzt die Weiterentwicklung des Kunstwerks. 

Im Mittelpunkt stünden die Opfer, an die erinnert werden solle, sowie die Anliegen ihrer Angehörigen. Dass das rassistische Attentat mittlerweile als solches eingeordnet werde, gehe unter anderem auf wissenschaftliche Gutachten zurück.

Die Änderung der Inschrift am Kunstwerk erfordert den Austausch eines größeren Teils der Metallkonstruktion. Die Anfertigung und Anbringung der neuen Elemente soll nach den Auftragsvergaben im Herbst 2020 stattfinden.

KNA/jh

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