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„Living Library“ kommt ins Hasenbergl - Auf welche „lebenden Bücher“ aus München sich Besucher freuen können

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Von: Benedikt Strobach

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Ein Namensschild (siehe Person in der Mitte) markiert die „lebenden Bücher“, die am Samstag, 16. Juli, in der „Living Library“ im Hasenbergl als Gesprächspartner dienen.
Ein Namensschild (siehe Person in der Mitte) markiert die „lebenden Bücher“, die am Samstag, 16. Juli, in der „Living Library“ im Hasenbergl als Gesprächspartner dienen. © privat

Die „Living Library“ kommt ins Hasenbergl. Personen mit interessanten Geschichten führen wie in einem Buch durch eine Diskussion mit Interessierten.

Hasenbergl Lesestoff gibt es in der Stadtbibliothek im Hasenbergl eigentlich genug. Doch diesen Samstag bietet die Bücherei im Kulturzentrum 2411, Blodigstraße 4, ein besonderes Angebot: 19 „lebende Bücher“ können dort zwischen 13 und 17 Uhr ausgeliehen werden. Hinter der Idee steckt das Bellevue di Monaco in Kooperation mit den städtischen Bildungslokalen.

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Bei der „Living Library“ geht es darum, dass Personen mit interessanten Geschichten diese mit den Besuchern teilen. „Es geht darum, Menschen zusammenzubringen, deren Alltag sonst wenig Überschneidungen hat und die so selten ins Gespräch kommen“, erklärt Christian „Grisi“ Ganzer von Bellevue.

Living Library im Hasenbergl: BA-Chef unter anderem als lebendiges Buch angekündigt

„Anders als bei klassischen Vorträgen ist es dabei wichtig, dass es eine intime, vertrauliche Diskussion wird, die nicht aus einem klassischen Vortrag mit anschließender Fragerunde und Hemmschwelle besteht.“ Es gehe darum, spannende Geschichten zu hören und Neues zu erfahren, um sich so ein eigenes Bild des Gegenübers zu machen.

Dafür konnten 19 verschiedene Personen als „lebende Bücher“ gewonnen werden. Einer davon ist der BA-Vorsitzende von Feldmoching-Hasenbergl, Rainer Großmann. Er finde die Idee spannend, habe daher spontan zugesagt, erklärt Großmann auf Hallo-Anfrage. Er könne – auch aufgrund von 36 Jahren Arbeit im Lokalgremium – viele spannende Geschichten über das Hasenbergl erzählen. So liest es sich auch in seinem Steckbrief im „Bücherkatalog“ zur Veranstaltung auf der Website von Bellevue.

Großmanns Buch erzähle „von den Festen, wie auf der Panzerwiese und der Dülferwiese, von Bauprojekten, wie der U-Bahn oder dem Kulturzentrum, und vom Kampf gegen den schlechten Ruf des Hasenbergls.“ Auch die Bibliothekarin Birgit aus der Stadtbibliothek Hasenbergl oder Kinderarzt Stefan, die von ihrer Arbeit berichten, stehen als lokale Gesprächspartner zur Verfügung. Zudem gebe es auch quartiersübergreifende Geschichten, betont Ganzer.

Living Library im Hasenbergl: Eintritt zur Veranstaltung frei

Etwa erzählt Abdoul aus dem Senegal über sein Heimatland und dessen Unterschiede zu Deutschland und Yasmin, die 1982 aus Afghanistan geflohen ist, spricht über ihre Flucht und den Kampf für Frauenrechte.

Interessierte können – gemeinsam mit bis zu drei weiteren Personen – ein „lebendes Buch“ ausleihen und in Blöcken á 45 Minuten dessen Geschichte erfahren und darüber diskutieren. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung im Hasenbergl ist der dritte von vier Terminen, die heuer geplant sind. „Der Auftakt in Aubing und am Giesinger Bahnhof wurde sehr gut angenommen. Das hoffen wir auch hier“, sagt Ganzer. Die letzte „lebende Bücherei“ findet am Sonntag, 27. November, im Bellevue di Monaco statt. „Dazu werden auch die ‚Bücher’ aus den Quartieren eingeladen“, verrät Lea Sedlmayr, Leiterin des Projekts bei Bellevue. Wie es mit dem Projekt weitergeht, sei noch offen. „Es gibt aber bereits aus mehreren Stadtteilen Interesse, das Angebot zu sich zu holen.“

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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