Pläne fürs neue Viertel

Lerchenauer Feld: Die Vorschläge des BAs fürs Neubaugebiet

Das Neubaugebiets „Lerchenauer Feld“ im Münchner Norden.
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Das Neubaugebiets „Lerchenauer Feld“ im Münchner Norden.

Tram oder U-Bahn? Grünflächen, Schulen und Wohnungen. Diese Ideen hat der örtlicher Bezirksausschuss fürs neue Quartier am Lerchenauer Feld.

Feldmoching - Bei der Erschließung, der Schulplanung und der Nachhaltigkeit des geplanten Neubaugebiets „Lerchenauer Feld“ sehen die Mitglieder des örtlichen Bezirksausschusses noch Verbesserungsbedarf. 1650 neue Wohnungen, ein Schulcampus und eine drei Hektar große Grünanlage sind im Münchner Norden geplant.

Zur Erschließung wünschten sich die Grünen bei der jüngsten Sitzung den Ausbau der Straßenbahn. „Eine Tram hat mehrere Vorteile: Wir können mehr Haltestellen planen und die Herstellungs- sowie die Betriebskosten sind deutlich niedriger als bei der U-Bahn“, sagte Christine Lissner (Grüne).

Die CSU-Fraktion hingegen argumentierte, dass eine U-Bahn deutlich mehr Menschen transportieren könne. Das sah die Mehrheit genauso und sprach sich gegen die Tram aus.

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Es sollen genauso viele Bäume wie Parkplätze gepflanzt werden

Auch eine Begrenzung der Wohneinheiten auf maximal 800, wie sie ebenfalls die Grünen forderten, lehnte das Gremium mehrheitlich ab. Der Bezirksausschuss stimmte aber für den Grünen-Antrag, die geplanten Schul- und Sportgebäude so zu bauen, dass eine spätere Aufstockung problemlos möglich ist.

Außerdem sollen nach Abschluss des Bauprojekts so viele Bäume gepflanzt werden, wie Parkplätze geschaffen werden. „Wir wollen zudem, dass nur nachhaltige Baustoffe genutzt werden und die Siedlung später mit regenerativer Energie versorgt wird”, so Bettina Obersojer (CSU).

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Des Weiteren stimmte das Gremium dafür, dass das neue Wohngebiet auch einen Anschluss an die Ponkratzstraße bekommen soll. Laut Obersojer sollen so lange Wege vermieden werden: „Kraftfahrzeuge sollen die Möglichkeit haben, aus dem Norden kommend das Bebauungsgebiet zu erreichen.“ Dies war allerdings auch in den Plänen der Stadt vorgesehen.

Der Bezirksausschuss fordert auch, eine zusätzliche Grünfläche einzuplanen, damit die Kaltluftbahnen, die im südlichen Teil des Gebietes verlaufen, für ein angenehmes Klima innerhalb der neuen Siedlung sorgen.

Zu guter Letzt wurde noch ein weiterer Vorschlag der Grünen-Fraktion in die Wunschliste aufgenommen. Auf der Ostseite der Lerchenauer Straße soll in Zukunft ein Radweg verlaufen, der in beiden Richtungen befahrbar ist.

Tim Pohl

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