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Naturschützer befürchten Kahlschlag im Eggarten wegen Suche nach Kampfmitteln - das sagt die Stadt München

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Von: Benedikt Strobach

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Knapp 1000 Bäume stehen im Eggarten. Im Rahmen des geplanten Bauprojekts werden viele weichen. Martin Schreck fürchtet, dass die Zahl der Fällungen noch steigen könnte.
Knapp 1000 Bäume stehen im Eggarten. Im Rahmen des geplanten Bauprojekts werden viele weichen. Martin Schreck fürchtet, dass die Zahl der Fällungen noch steigen könnte. © CA Immo/Hajo Dietz

Nicht nur wegen den Abriss-Arbeiten im Eggarten sind Naturschützer besorgt. Sie fürchten, für das Bauprojekt müssen mehr Bäume weichen, als zu Beginn gedacht.

Lerchenau - Martin Schreck redet sich beim Thema Eggarten schnell in Rage. Aktuell protestiert er gemeinsam mit der Initiative „Rettet den Eggarten“ vehement gegen die laufenden Abriss-Arbeiten in der 1919 erbauten Kolonie und die Argumente der Investoren.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Suche nach Kampfmitteln im Eggarten: Naturschützer befürchten Kahlschlag

Ein besonderer Dorn im Auge sind ihm Baumfällungen: „Die Bauherren sagen, dass dort künftig 600 Bäume stehen werden. Das halte ich für eine Lüge.“ Bei der Präsentation der Charta für das neue Quartier hatte Stefan Ondracek von der CA Immo betont, dass 400 der 1000 Bäume im Gebiet erhalten werden könnten. Hinzu kämen knapp 200 Neupflanzungen.

Schreck glaubt das nicht: „Der Eggarten wurde im Zweiten Weltkrieg bombardiert. Hier muss nach Kampfmitteln gesucht werden. Das bedeutet mehr Fällungen, vielleicht sogar einen Kahlschlag wie an der Bayernkaserne.“

Martin Schreck fürchtet im Eggarten einen Kahlschlag des Baumbestands.
Martin Schreck fürchtet im Eggarten einen Kahlschlag des Baumbestands. © privat

Befürchteter Kahlschlag im Eggarten: Stadt-Sprecher gibt Entwarnung

Dass Bäume bei späterer Kampfmittelräumung gefällt werden, können weder ein Sprecher der Investoren noch das Planungsreferat auf Hallo-Anfrage ausschließen. Beide verweisen aber darauf, dass man sich verpflichtet habe, so viel Bestand wie möglich zu erhalten. Zum Kahlschlag gibt Ingo Trömer vom Referat Entwarnung: „Wir gehen davon aus, dass der Umfang nicht mit dem einer ehemaligen Kasernenfläche vergleichbar ist.“ Beim Fund von Altlasten werde man „alle Möglichkeiten zur Rettung von erhaltenswerten Bäumen“ ausschöpfen.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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