Endstation Mittelinsel

Zu kurze Ampelschaltung und fehlende Markierung gefährden Schulkinder

Susanne Bäumler fordert einen bis zur Fröttmaninger Straße durchgängigen und rot markierten Radweg über die Ungererstraße.
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Susanne Bäumler fordert einen bis zur Fröttmaninger Straße durchgängigen und rot markierten Radweg über die Ungererstraße.

Der Weg zur Grundschule an der Fröttmaninger Straße ist zu gefährlich – und endet nicht selten auf einer Verkehrs­insel zwischen stark frequentierten Fahrspuren.

Alte Heide Schüler der Grundschule an der Fröttmaninger Straße müssen einen gefährlichen Weg zurücklegen. Das sehen zumindest die Eltern so. Vor allem an den Übergängen der Ungererstraße bangen sie um die Sicherheit ihrer Kinder.

„Sowohl die Kreuzung mit der Schenkendorfstraße als auch der Übergang auf Höhe der Fröttmaninger Straße sind gefährlich“, klagt Susanne Bäumler.

Die Anwohnerin ist Vorsitzende des Elternbeirats der Schule und kennt die Probleme gut: „Die Autofahrer rasen teilweise in die Kreuzung zum Mittleren Ring, um noch rechtzeitig vor Rot über die Ampel zu kommen. Dabei übersehen sie die Kinder.

Erst kürzlich musste eine Mutter auf dem Schulweg ihr Kind an der Kreuzung festhalten, als ein Auto darüberfuhr, obwohl Fußgänger Grün hatten.“ Ähnlich an der Ampel zur Fröttmaninger Straße: „Die Ampelschaltung ist hier zu kurz für die Schulkinder, sie schaffen es meist nur bis zur Mittelinsel. Dort müssen sie eine lange Zeit warten und Autos wenden sehr nah an der engen Insel.“

Zudem sei die Radweg-Markierung nicht durchgängig bis zur anderen Straßenseite und werde kaum wahrgenommen.

Kreuzungen an der stark befahrenen Ungererstraße bereiten Eltern Sorgen – das KVR prüft die Situation

Bäumlers Forderungen: „Die Markierungen der Übergänge müssen an beiden Kreuzungen erneuert und deutlich hervorgehoben werden. Außerdem sollen sie in roter Signalfarbe markiert werden“, fordert die Mutter.

Als weitere Maßnahme könnte sie sich die Errichtung von Schulweg-Schildern an der Kreuzung Ungerer-/Schenkendorfstraße vorstellen. Auch soll die Grünphase der Fußgängerampel auf Höhe der Fröttmaninger Straße verlängert werden. „Wichtig wäre es auch, die Kreuzung am Mittleren Ring als ‚gesicherten Übergang’ auszuweisen, damit wir dort auch einen Schülerlotsen positionieren dürften.“

Ihr Anliegen richtete sie an den BA. Die Vorsitzende des Unterausschusses (UA) Bildung, Soziales und Budget, Dagmar Föst-Reich (FDP), erklärt: „Die Kreuzung Ungerer-/Schenkendorfstraße ist für Sechsjährige nicht sicher zu überqueren. Wir halten daher rot markierte Radwege und Schulweghelfer für sinnvoll. Auch die verlängerte Grünphase der Fußgängerampel erachtet der UA als sinnvoll.“

Entscheiden wird der BA am Mittwoch, 9. Dezember.

Die Stadt könne noch keine Aussage treffen. Das KVR prüfe derzeit die Situa­tion an den Kreuzungen in Rücksprache mit der Polizei, erklärt Sprecher Johannes Mayer auf Hallo-Nachfrage. „Eine Beurteilung wird frühestens nach den Weihnachtsferien möglich sein.“

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