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Jahresvorschau 2023 München-Nord (Teil 4): Was Schwabing-Freimann beschäftigen wird

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Von: Benedikt Strobach

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Gibt es grünes Licht für einen 60 Meter hohen Kunstturm bei den Domagkateliers? Das wird sich 2023 entscheiden.
Gibt es grünes Licht für einen 60 Meter hohen Kunstturm bei den Domagkateliers? Das wird sich 2023 entscheiden. © Benedikt Strobach

Auch in 2023 kann man wieder viel Veränderung in Schwabing-Freimann erwarten. Neben dem Dauerbrenner Neufreimann soll es aber auch um Kunst, Verkehr und Wohnen gehen:

Schwabing-Freimann - Ob Bildung, Wohnen, Verkehr oder Kultur: Den Stadtbezirk Schwabing-Freimann erwartet 2023 eine Fülle an verschiedenen Projekten, bei denen wichtige Entscheidungen fallen werden. Das kündigt der BA-Vorsitzende Patric Wolf (CSU) im Gespräch mit Hallo an.

2023 in Schwabing-Freimann: Neues Viertel und Wohnungsbau

Ein Projekt, bei dem es „munter weitergeht“ ist das Stadtviertel Neufreimann für bis zu 15 000 neue Anwohner, das derzeit entsteht. „Die Schulbauten werden in den kommenden Jahren fertig“, sagt der Viertelchef. Genauer erklärt es Andreas Haas, Sprecher des Referats für Bildung und Sport (RBS): „Der Baubeginn für das Schulprojekt Bayernkaserne Nord ist 2022 erfolgt. Die Fertigstellung ist 2026 geplant.“ Hier entstehen eine Grundschule, ein sonderpädagogisches Förderzentrum, zwei Zweifachsporthallen sowie Räume für eine Musikschule.

Im Süden des Areals gehe die Grundschule 2024 in Betrieb. Das Gymnasium soll zum Schuljahr 2025/26 fertig werden. Auch beim Wohnungsbau geht es voran. Wie GWG-Sprecher Michael Schmitt Hallo bestätigt, sind zwei Projekte mit über 400 Wohnungen im Bau. Diese sollen 2024 und 2025 fertig werden. „In der Planung ist zudem ein Projekt mit etwa 180 Wohnungen und einer Kindertagesstätte. Der Baubeginn soll 2023 erfolgen.“

Auch bei den 640 Wohnungen an der Freisinger Landstraße geht es weiter. Hier ist laut Karolina Gampenrieder vom Planungsreferat der Billigungsbeschluss für Mitte des Jahres vorgesehen. „Danach soll die Öffentlichkeit erneut beteiligt werden.“ BA-Chef Wolf hofft, dass die Fläche des ehemaligen Floriansmühlbads, wo eine Badestelle mit flach abfallendem Kiesufer entstehen soll, vom Wohnungsprojekt entkoppelt und dadurch früher fertig werden könnte.

2023 in Schwabing-Freimann: Tucherpark und Tram-Nordtangente

Für das Quartier am Tucherpark mit Wohnraum, Büros, Einkaufsmöglichkeiten sowie Kunst- und Freizeitflächen erwartet Wolf 2023 den Eckdatenbeschluss. „Dieser könnte im Frühjahr kommen.“ Laut Gampenrieder vom Planungsreferat werde derzeit ein Masterplan für das Areal erarbeitet.

Außerdem verlasse das Oskar-von-Miller Gymnasium das Interim an der Ungererstraße und kehre in seine nun fertig sanierten Schulräume in der Siegfriedstraße zurück, sagt Wolf. „Das bedeutet, dass der BA ab September wohl auch einen neuen Sitzungsort braucht.“ RBS-Sprecher Haas erklärt, dass eine neue Nutzung der Interimsschule derzeit geprüft werde.

Auch der Verkehr wird den BA beschäftigen, kündigt Wolf an. Besonders die Tram-­Nordtangente wird erneut Thema sein. „Wir wollen Anfang des Jahres erneut eine Stellungnahme formulieren, um endlich Klarheit über das Projekt zu bekommen“, sagt der BA-Chef. Dabei geht es ihm besonders um den Abschnitt zur Münchner Freiheit. Laut MVG-Sprecher Maximilian Kaltner wird sich der Stadtrat dazu im dritten Quartal 2023 befassen. Bei der Verlängerung der Tram 23 bis zum Kieferngarten erwarte man den Planfeststellungsbescheid im zweiten Halbjahr.

2023 in Schwabing-Freimann: Verkehr und Kunst

Ein erfreuliches Thema ist für Wolf der noch Ende 2022 erfolgte Durchstich der Straße Am Ausbesserungswerk zur Maria-Probst-Straße. „Der neue Straßenabschnitt hinter der Motorworld ist nun als Einbahnstraße nach Westen befahrbar.“

Ein letztes Thema, das im Stadtbezirk mit Spannung erwartet wird, ist die Machbarkeitsstudie zum Kunstturm am Domagk­park. „Ich hoffe, dass uns diese vorgestellt wird und die höhere Variante von 60 Metern positiv bewertet wird“, sagt Wolf. Laut Jennifer Becker, Sprecherin des Kulturreferats, wird der Kulturausschuss des Stadtrats „im 1. Quartal 2023 über die Machbarkeitsstudie informiert.“ Ob, wann und wie das Projekt weiterverfolgt wird, obliege dann der Entscheidung des Stadtrats.

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