Bis zu 30 Minuten Wartezeit

Anwohner klagt über Schließung von Sparkassen-Filialen in München Nord - Bank erklärt die Gründe

Maximal sieben Personen dürfen sich derzeit gleichzeitig im Sparkassen-Beratungscenter an der Schleißheimer Straße 504 aufhalten. Weitere Kunden müssen draußen warten.
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Maximal sieben Personen dürfen sich derzeit gleichzeitig im Sparkassen-Beratungscenter an der Schleißheimer Straße 504 aufhalten. Weitere Kunden müssen draußen warten.
  • Benedikt Strobach
    vonBenedikt Strobach
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Ein Anwohner im Hasenbergl klagt über die Schließung mehrerer Filialen der Sparkasse München im Norden. Die Bank äußert sich zu Gründen und Wiedereröffnung.

  • Ein Anwohner im Hasenbergl klagt über die Schließung mehrerer Filialen der Sparkasse München im Norden.
  • Dadurch komme es zu langen Wartezeiten am Beratungscenter an der Schleißheimer Straße 504.
  • Die Bank nennt die Gründe und äußert sich zu erneuten Öffnungsterminen.

Hasenbergl - Auf lange Wartezeiten und große Schlangen hat wohl kein Mensch Lust. Genau diese Zustände erlebt jedoch Franz Wernet in letzter Zeit bei Besuchen des Beratungscenters München Nord der Stadtsparkasse München an der Schleißheimer Straße 504.

München: Sparkasse schließt Filialen im Norden - Anwohner aus dem Hasenbergl klagt über lange Wartezeiten

„Teilweise stehe ich 30 Minuten vor der Filiale“, beschwert sich der Anwohner aus dem Hasenbergl. Noch mehr verärgert ihn: „Die Sparkasse hat mehrere Filialen im Müncher Norden geschlossen, etwa in Feldmoching und Freimann.“

Die Folgen seien gravierend: „Auch die Kunden dieser Filialen müssen nun für Termine zum Beratungscenter.“ Heißt: Lange Wartezeiten und viele Menschen dicht beieinander. „In Zeiten einer Pandemie kann es nicht sein, dass so viele Menschen nur eine Anlaufstelle für ihre Bankgeschäfte haben“, so Wernet.

Er fordert deshalb die Wiedereröffnung der Filialen im Norden. „Unser Stadtbezirk wird in den nächsten Jahren stark wachsen. Da sind zusätzliche Angebote für die Kunden dringend nötig.“

München: Sparkasse schließt drei von sechs Filialen im Norden - Erneute Öffnungstermine sind noch nicht bekannt

Auch der Vorsitzende des BA Feldmoching-Hasenbergl, Rainer Großmann (CSU), kennt die Situation: „Ich kann bestätigen, dass die Filiale an der Nordhaide bereits jetzt sehr stark in Anspruch genommen wird.“ Corona-bedingt bilden sich auch lange Schlangen auf dem Vorplatz. Der BA könne aber keinen Einfluss auf die Einrichtung oder Schließung von Filialen nehmen.

Der Vorsitzende des BA Feldmoching-Hasenbergl, Dr. Rainer Großmann (CSU).

Sebastian Sippel, Sprecher der Sparkasse, bestätigt: „Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir neun unserer 57 Standorte in der Stadt temporär geschlossen.“ Davon sind die Anwohner im Münchner Norden besonders betroffen: Gleich drei der insgesamt sechs Filialen in Moosach, Milbertshofen, Freimann und Feldmoching fallen dadurch weg.

Öffnungstermine können jedoch noch nicht in Aussicht gestellt werden, so Sippel. Zur Entzerrung biete man den Kunden neben persönlicher auch Telefon- und Video-Beratung an. Zudem können Termine auch außerhalb der Geschäftszeiten vereinbart werden. Ein neuer Standort im Norden sei nicht geplant.

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