Platz im Olympiapark nach ihm benannt

Ehrung für verstorbenen Alt-OB: München bekommt einen Hans-Jochen-Vogel-Platz

Einweihung des Hans-Jochen-Vogel-Platzes
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Einweihung des Hans-Jochen-Vogel-Platzes (v.l.n.r.: SPD-Stadtrat Christian Vorländer, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Münchner SPD Claudia Tausend, SPD/Volt-Fraktionsvorsitzende Anne Hübner und die Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl.)
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Der im Juli 2020 verstorbene Alt-OB Hans-Jochen Vogel hat die Olympischen Spiele 1972 nach München geholt. Nun wird ein Platz im Olympiapark nach ihm benannt.

  • Alt-OB Hans-Jochen Vogel ist im Juli verstorben.
  • Der 94-Jährige war maßgeblich an der Vergabe der Olympischen Spiele 1972 nach München beteiligt.
  • Nun wird ein Platz im Olympiapark nach ihm benannt.

Update: 26. Juli 2021:

München - Der frühere Münchner Oberbürgermeister Dr. Hans-Jochen Vogel bekommt seinen eigenen Platz:

Zum ersten Todestag des 2020 verstorbenen Münchner Alt-Oberbürgermeisters und Ehrenbürgers haben Oberbürgermeister Dieter Reiter und Alt-OB Christian Ude den Platz im Olympiapark sowie eine Gedenktafel der Öffentlichkeit übergeben. Der Stadtrat hatte auf Initiative der SPD/Volt-Fraktion beschlossen, den Coubertinplatz nach Hans-Jochen Vogel zu benennen.

Der Standort auf der Freifläche zwischen Olympiahalle und Olympiastadion ist kein Zufall. Schließlich ist es Dr. Hans-Jochen Vogel zu verdanken, dass die Olympischen Spiele 1972 in München stattgefunden haben. Als damaliger Oberbürgermeister setzte er sich mit seiner Bewerbung gegen Mitbewerber wie Rom und Tokio durch.

München ehrt damit einen Politiker, der von 1960 bis 1972 Stadtoberhaupt war. Er setzte sich für bezahlbaren Wohnraum ein, plante die Fußgängerzone in der Innenstadt und auch das leistungsstarke Münchner S- und U-Bahn-Netz geht auf seine Initiative zurück.

Im Juli ist Alt-OB Hans-Jochen Vogel verstorben. Er war maßgeblich an der Vergabe der Olympischen Spiele nach München beteiligt. Nun wird ein Platz im Olympiapark nach Vogel benannt.

Auch auf Bundesebene prägte Hans-Jochen Vogel die Politik. Er gehörte von 1972 bis 1981 und von 1983 bis 1994 dem Deutschen Bundestag an. Von 1972 bis 1974 war er Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau und danach bis 1981 Bundesjustizminister.

In West-Berlin war er von Januar bis Juni 1981 Regierender Bürgermeister und bis 1983 Mitglied des Abgeordnetenhauses. Bei der Bundestagswahl 1983 trat er als Kanzlerkandidat der SPD an, scheiterte aber an Helmut Kohl. Von 1983 bis 1991 war Hans-Jochen Vogel zudem Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und von 1987 bis 1991 Parteivorsitzender der SPD.

„Dr. Hans-Jochen Vogel hat die Grundsteine gelegt, dass München die Stadt wurde, die wir heute alle so lieben. Und niemand hat solche Verdienste um die olympische Geschichte Münchens wie er. Unserem Altoberbürgermeister lag das Olympische Erbe sehr am Herzen. Dass wir in Absprache mit seiner Familie nun einen so angemessenen Ort gefunden haben, um Hans-Jochen Vogel zu ehren, freut uns sehr. Mitten im olympischen Herzen Münchens ist nun ein dauerhaftes Gedenken an einen der größten Bürger unserer Stadt möglich.“

Christian Müller, Vorsitzender der SPD/Volt-Fraktion

Update: 04. Februar 2021

München bekommt einen Hans-Jochen-Vogel-Platz

Hans Jochen Vogel war maßgeblich daran beteiligt, dass die Olympischen Spiele 1972 in München stattgefunden haben. Der damalige Münchner Oberbürgermeister setzte sich mit seiner Bewerbung gegen Mitbewerber wie Rom und Tokio durch.

Nun wird im Olympia-Park ein Platz nach dem am 26. Juli 2020 verstorbenen Alt-OB benannt.

Ein Teil des Coubertinplatzes wird den Namen Hans-Jochen-Vogel-Platz bekommen. Das hat der Kommunalausschuss des Stadtrats auf Initiative der SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat in seiner Sitzung beschlossen.

Münchner Alt-OB Hans Jochen Vogel

Von 1960 bis 1972 war Hans-Jochen Vogel Oberbürgermeister, er setzte sich für bezahlbaren Wohnraum ein, er plante die Fußgängerzone in der Innenstadt und auch das leistungsstarke Münchner S- und U-Bahn-Netz geht auf seine Initiative zurück.

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Erstmeldung: 29. Januar 2021

Olympiapark - Die Stadt plant eine besondere Auszeichnung für Hans-Jochen Vogel (SPD). Der im Juli verstorbene Politiker war unter anderem zwischen 1960 und 1972 Oberbürgermeister von München. Maßgeblich beteiligt war er 1966 an der Vergabe der Olympischen Spiele 1972 in die Landeshauptstadt.

München: Platz im Olympiapark soll nach Hans-Jochen Vogel benannt werden - Aufteilung des Coubertinplatz möglich

Kurz nach seinem Tod stellte die Stadtratsfraktion SPD/Volt den Antrag, einen Platz im Olympiapark nach dem Münchner Ehrenbürger zu benennen. Dabei sollte insbesondere der Coubertinplatz geprüft werden.

Dies hat das Kommunalreferat daraufhin getan – und eine Möglichkeit gefunden, die nun als Beschlussentwurf für den Kommunalausschuss des Stadtrats vorliegt. Zwar könne der ganze Coubertinplatz nicht umbenannt werden, da keine sachlich begründeten Zweifel an Namensgeber Baron Pierre de Coubertin, der als Vater der modernen Olympischen Spiele gilt, vorlägen.

Jedoch ermögliche die optische Abgrenzung durch das Zeltdach zwischen Olympiahalle und -Schwimmhalle im Osten die Aufteilung des Platzes. Heißt: Der westliche Teil zwischen Olympiahalle, -stadion, Rudolf-Harbig-Weg und Zeltdach zum Spiridon-Louis-Ring könnte künftig nach Hans-Jochen Vogel, der östliche Teil weiterhin nach Coubertin benannt werden.

Rot markiert ist der Bereich des Coubertinplatzes, der nach Hans-Jochen Vogel benannt werden soll. Der blaue Teil soll weiterhin Coubertinplatz heißen.

München: Platz im Olympiapark soll nach Hans-Jochen Vogel benannt werden - BA Milbertshofen-Am Hart mehrheitlich dafür

Die Vorlage wurde nun im Sonderausschuss des BA Milbertshofen-Am Hart besprochen und mit elf zu drei Stimmen mit großer Mehrheit angenommen. „Wir freuen uns, dass einem so großen Politiker auf diese Weise gedacht wird. Besonders erfreulich ist, dass die Widmung in unserem Stadtbezirk erfolgt“, sagte Mathias Kowoll (SPD).

Die FW/ÖDP-Fraktion brachte hingegen den Vorschlag ein, statt des Coubertinplatzes die bisher namenlose Aussichtsplattform auf dem Olympiaberg nach Hans-Jochen Vogel zu benennen. Fraktionssprecher Leo Meyer-Giesow hatte zuvor „erhebliche Bedenken“ gegen die teilweise Umbenennung des Coubertinplatzes geäußert. Unter anderem sehe er einen Eingriff in den Denkmalcharakter des Platzes durch die Umbenennung sowie Probleme für Touristen, die später einmal vergeblich in Reiseführern nach dem Coubertinplatz suchen könnten.

Claus Wunderlich (FDP) merkte an, dass eine teilweise Umwidmung nicht dem Charakter Vogels entsprechen würde. Am Ende stimmte der BA dem Verwaltungsvorschlag dennoch unverändert zu.

Mit der Umbenennung befasst sich nun der Kommunalausschuss am 4. Februar.

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