Kampfmittel könnte sich wegen Hitze selbst entzündet haben

Weltkriegsbombe geht in Waldstück bei Freimann hoch: Polizist schwer verletzt

Eine Stabbrandbombe wie diese hat in Freimann einen Polizisten schwer verletzt.
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Eine Stabbrandbombe wie diese hat in Freimann einen Polizisten schwer verletzt.

In einem Waldstück an der Leinthalerstraße Freimann hat eine Phosphorbombe einen Polizisten schwer verletzt. An dem Vorfall könnte auch die Hitzewelle schuld sein...

  • Passanten bemerkten Rauch in Waldstück bei Freimann
  • Als die Polizei löschen wollte, ging die Bombe hoch
  • Vermutlich spielte dabei auch die aktuelle Hitzewelle eine Rolle

Freimann - Tragischer Vorfall im Wald bei Freimann: Eine Phosphorbombe - mutmaßlich aus demZweiten Weltkrieg - hat einen Münchner Polizisten schwer verletzt. 

Der 21-Jährige habe massive Verbrennungen an Armen, Beinen und am Kopf davongetragen und musste sofort im Krankenhaus operiert werden. In Lebensgefahr schwebe er allerdings nicht. Das Gebiet wurde weiträumig gesperrt.

Passanten hatten Rauch nahe der Leinthalerstraße bemerkt

Der Polizei zufolge hatten Passanten im Wald an der Leinthalerstraße Rauch bemerkt und eine vorbeifahrende Streife darüber informiert. Die Beamten hatten sich daraufhin mit einem Feuerlöscher zu der beschriebenen Stelle aufgemacht. Noch bevor der 21-Jährige diesen jedoch einsetzen konnte, ging die Bombe hoch. 

Untersuchungen der Münchner Polizei und des Bayerischen Landeskriminalamtes ergaben, dass es sich dabei um eine Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelte. "Solche Stabbrandbomben wurden damals von den Alliierten vermehrt eingesetzt", so Polizei-Sprecher Ronny Ledwoch. Die Kampfmittelreste wurden von einer Spezialfirma entsorgt.

Polizei: Wahrscheinlich, dass Bombe dort schon lange lag

Entzündet haben könnte sich die Phosphorbombe möglicherweise sogar selbst. "Je nachdem, wie diese gelagert sind, kann das bei großer Hitze durchaus passieren", so der Polizei-Sprecher. So sei eine Selbstentzündung ab 30 Grad durchaus möglich.

Dass in dem Wald bei Freimann die Bombe lag, hätte alle Einsatzkräfte zunächst stutzig gemacht, so Ledwoch. Dazu werde nun ermittelt. Es sei aberwahrscheinlich, dass das Kampfmittel dort schon viele Jahre lag

Das Gebiet rund um die Leinthalerstraße wird nun auf weitere Kampfmittel untersucht.                     

Auch im Landkreis München könnten noch zahlreiche Kampfmittel unentdeckt liegen.                   rea/Polizei

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