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Heizkosten-Abzocke in Freimann? Anwohner erhebt schwere Vorwürfe gegen Hausverwaltung

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Von: Benedikt Strobach

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Gräder vermutet, dass ihm und seinen Nachbarn zu hohe Gaspreise berechnet werden.
Gräder vermutet, dass ihm und seinen Nachbarn zu hohe Gaspreise berechnet werden. © Benedikt Strobach

Anwohner ärgert sich über gestiegene Heizkosten und äußert schwere Vorwürfe gegen seine Hausverwaltung - von der erhält der Freimanner keine Antwort.

Freimann - Im Zuge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine steigen Energiekosten derzeit drastisch. Das macht sich auch in München bemerkbar. Peter Gräder kämpft aber nach eigenen Angaben bereits seit Jahren mit diesem Problem – unabhängig von der jetzigen Situation.

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Freimanner ärgert sich über gestiegene Heizkosten ohne Erklärung: Hausverwaltung hält sich bedeckt

„Bei meiner Nebenkostenabrechnung für 2021 habe ich bemerkt, dass sich die Gaspreise im Vergleich zu 2020 um 50 Prozent erhöht haben“, sagt der Freimanner. Also habe er die SWM kontaktiert. „Dort wurde mir gesagt, dass es von deren Seite keine Kostenerhöhung für 2021 gegeben habe“, erklärt Gräder. Das bestätigt auch eine Pressemitteilung der SWM von November 2021: Fast drei Jahre lang habe man die Preise konstant gehalten. Aufgrund stark gestiegener Energiekosten sei eine Erhöhung für 2022 nötig.

Daraufhin schrieb Gräder seine Hausverwaltung an. „Von deren Seite kam keine Ankündigung, dass die Gaspreise steigen würden“, sagt er. Der Freimanner bat darum, den Fehler zu korrigieren oder um Einsichtnahme der Rechnungen des Gaslieferanten. Eine Antwort erhielt er nicht.

Ein Blick auf die Abrechnungen zeigt: Lag der Preis pro Kilowattstunde in der Wohnanlage 2020 bei 3,98 Cent, beträgt er für 2021 schon 6,10 Cent. Die Folge: „Wir Bewohner müssen mehr zahlen.“ Statt wie 2020 eine Rückerstattung zu erhalten, müsse Gräder nun 75 Euro abgeben. „Bei einem Nachbarn sind es sogar 400 Euro.“ Er erhebt schwere Vorwürfe: „Das ist Abzocke. Die Hausverwaltung bereichert sich an uns.“

Weshalb wurden die Preise erhöht? Wurden die Anwohner tatsächlich nicht informiert? Hallo hat bei der Hausverwaltung angefragt – erhielt bis Redaktionsschluss jedoch keine Antwort. Gräder ist in jedem Fall verärgert: „340 Wohneinheiten sind betroffen. So kann man nicht mit Anwohnern umgehen.“ Er überlege nun, wegen Dokumentenfälschung zur Polizei zu gehen. „Ich will das Thema in jedem Fall außergerichtlich klären“, betont er.

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